Österreichische Gesellschaft für Architektur
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Veranstaltungen Woche 49

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*Donnerstag, 6. Dezember 2007, 19 Uhr*
Buchpräsentation und Diskussionsrunde
Die Architektur der Fläche / Urheberrecht und Forschung
Margit Ulama, Thomas Höhne, Michael Nentwich
Moderation: Robert Temel

*F**reitag, 7. Dezember **2007**, 15 Uhr*
Bauvisite 115: 2006FEB01/A1 Shop Kärtner Straße
BEHF Architekten
Es führen Christian Politsch und Christian Ploderer.

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Die
Österreichische Gesellschaft für Architektur
lädt herzlich zur Buchpräsentation mit anschließender Diskussionsrunde



Die Architektur der Fläche / Urheberrecht und Forschung



Präsentation des Buches von Margit Ulama

anschließende Diskussionrunde mit:
Thomas Höhne, Michael Nentwich und Margit Ulama
Moderation: Robert Temel

Eine Veranstaltung im Rahmen des Schwerpunkts Architektur + Forschung

Zeit: Donnerstag, 6. Dezember 2007, 19 Uhr
Ort: Kanzlei Höhne, In der Maur & Partner Rechtsanwälte
Mariahilfer Straße 20, 1070 Wien


Margit Ulamas Buch "Die Architektur der Fläche" stellt einen vergessenen Topos der Moderne in den Mittelpunkt. Im frühen 20. Jahrhundert etablierte sich der abstrakte, weiße Kubus als Inbegriff avancierter Architektur. Zugleich wurde er dekonstruiert: Das Gegenmodell bildete das "Kartenhaus", das sich aus abstrakten Flächenelementen zusammensetzte. Berühmtes Beispiel: der Barcelona-Pavillon von Mies van der Rohe. Das Buch diskutiert die historischen Grundlagen an der Schnittstelle von bildender Kunst und Architektur und zieht einen Bogen in die Gegenwart. Anhand realisierter case studies international renommierter Architekturbüros wie Peter Zumthor, Jabornegg & Pálffy, Coop Himmelb(l)au, Jean Nouvel, OMA/Rem Koolhaas, MVRDV und UNStudio wird die vielfältige Entwicklung der Architektur in der Gegenwart dargestellt. Ulama kommt in ihrer Publikation zu zwei Schlüssen: Zum einen verbindet sich der Topos der Flächen-Konzeption immer wieder mit einer avancierten Form des Raumes, und zwar sowohl im Zusammenhang mit der Kunst als auch im Kontext der Architektur. Zum anderen zeigte sich über die Zeiten hinweg -- von Le Corbusier bis zu Richard Serra -- die besondere Bedeutung jener These des Internationalen Stils, die von "bloßen" Flächen spricht, die ein Volumen umhüllen. Im Mittelpunkt steht nun nicht mehr der Baukörper in seiner Massivität. Das Projekt stellt außerdem Themen, die bisher nur punktuell im Diskurs auftauchten -- zum Beispiel das Thema der sich topologisch verformenden Fläche, um nur eine Facette herauszugreifen -- in einen übergeordneten Zusammenhang. Dadurch wird schließlich nicht nur auf die Gegenwart ein neuer, geschärfter Blick geworfen, sondern auch auf die Vergangenheit.

Urheberrecht und Forschung

In der Diskussion um Urheberrechte in der Architektur(-fotografie) wird ein Aspekt oft ausgelassen: der des wissenschaftlichen Arbeitens mit Werken anderer, also etwa die Forschung über zeitgenössische Architektur. Während der private Gebrauch von geschützten Werken meist frei ist und der kommerzielle nicht, ist die Situation in der Wissenschaft komplizierter, hier gilt das Zitatrecht. Das Zitieren von Texten ist jahrhundertealter Brauch und somit gut abgesichert. Bei Bildern und anderen Quellen wie gebaute Architektur ist das Zitieren unklarer -- die Lage ist gesetzlich uneindeutig, sodass Entscheidungen oft bei Gerichten liegen werden. In der Forschung wirkt sich diese Unsicherheit negativ auf die wissenschaftliche Innovation aus, egal ob man von Publikationen spricht oder von Ausstellungen und anderen Medien.


Margit Ulama, geboren 1960, lebt in Wien. Architekturtheoretikerin, Kuratorin von Wettbewerben und Symposien, Jurorin. Betreibt das Büro für Architektur_Theorie_ Organisation in Wien. Initiatorin und Kuratorin des Architekturfestivals "Turn On", das seit 2003 jährlich in Wien stattfindet. Freie Mitarbeiterin u. a. der "Neuen Zürcher Zeitung" und der "Presse/Spectrum"; Vorträge zur zeitgenössischen Architektur im In- und Ausland. Publikation u.a.: Architektur als Antinomie. Aktuelle Positionen und Tendenzen, Wien 2002. www.ulama.at <http://www.ulama.at/>

Thomas Höhne, geboren 1953, Studium der Rechtswissenschaften, der Handelswissen schaften, der Politikwissenschaft und der Wirtschafts- und Sozialgeschichte in Wien. 2001 Begründung von Höhne, In der Maur & Partner Rechtsanwälte. Tätigkeitsschwerpunkte: Medien- und Informationsrecht, Internetrecht, Immaterialgüterrecht, Vertragsrecht, Wirtschaftsrecht, Vereinsrecht. Publikation u.a.: Architektur und Urheberrecht, Theorie und Praxis: Ein Leitfaden für Architekten, Ingenieure und deren Rechtsberater, Wien 2007. www.h-i-p.at <http://www.h-i-p.at/>

Michael Nentwich, geboren 1964, Studium der Handelswissenschaften, Politikwissenschaft und Rechtswissenschaften. Zahlreiche Publikationen im Bereich des Europarechts und der Verfassungspolitik der EU, Research Fellow an den Universities of Warwick and Essex (England); Gastwissenschafter am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln. Seit Jänner 2006 Direktor des Instituts für Technikfolgen-Abschätzung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Publikation u.a.: Cyberscience. Research in the Age of the Internet, Wien 2003. http://eiop.or.at/mn/


Margit Ulama
Die Architektur der Fläche
Geschichte und Gegenwart
Mit einem Vorwort von Werner Oechslin.
erschienen im Folio Verlag <http://www.folioverlag.com/neue_titel.php?id=D-K-384>

Im Anschluss an die Buchpräsentation und die Diskussionsrunde laden wir zum Umtrunk.


Wir danken für die Unterstützung:
bm:ukk -- Kunstsektion
MA 7  Referat für Wissenschafts- und Forschungsförderung

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Die
Österreichische Gesellschaft für Architektur
lädt herzlich zur 115. Bauvisite



2006FEB01/A1 Shop Kärtner Straße



2006FEB01:
Architektur: BEHF Architekten
Projektleitung: Stephan Ferenczy, Denis Kosutic
MitarbeiterInnen: Ursula Musil, Anna Moser, Roman Schmid,
Jeanette Lassota, Roswitha Schranz, Mario Gabric
Lichtplanung: Christian Ploderer
Bauherren: Staudacher & Partner GmbH

A1 Shop Kärntner Straße:
Architektur: BEHF Architekten
Projektleitung: Christian Politsch
Leitende Architektin: Anja Merz
MitarbeiterInnen: Stephanie Kuhlmann, Jeanette Lassota,
Michael Thurow, Frank Schilder, Marcel Heyn, Klaus Poxleitner,
Roman Schmid, Eva Ferdiny, Francisco Lopez-Martinez, Roswitha Schranz
Lichtplanung: Christian Ploderer
Bauherren: mobilkom austria AG, Guido Lenz
Generalunternehmer: C.S. Construction Support


Freitag, 7. Dezember 2007, 15 Uhr
Treffpunkt für beide Besichtigungen ist in der Plankengasse 3, 1010 Wien vor dem Modegeschäft 2006FEB01.
Erreichbarkeit: U-Station Stephansplatz

Beide Bauvisiten-Projekte werden von Christian Politsch und Christian Ploderer geführt.


Im Dezember begibt sich die ÖGFA mit zwei Besichtigunen nach drinnen: Auf der Agenda stehen zwei innenarchitektonische Gestaltungskonzepte von BEHF, die nicht nur durch ausgeklügeltes Design, sondern auch durch ausgefeilte Lichtkonzepte von Christian Ploderer ihre Atmosphäre erhalten.

Die primäre Aufgabenstellung für das anspruchvolle Modegeschäft 2006FEB01 im ersten Bezirk lautete "Einmaligkeit und persönlicher Atmosphäre". Das zweistöckige Geschäft mit Sichtbezug zum Stephansdom und zum barocken Donnerbrunnen auf dem Neuen Markt, an der Schnittstelle von Kärntner Straße und Graben, orientiert sich zu einem historischen Klostergarten des Kapuzinerordens; lebendiges Straßentreiben und Gartenstille umrahmen den "Lebensbereich" des Geschäftslokals. Die historische Natursteinfassade des ehemaligen Bankhauses wird neu interpretiert und scheint durch die eleganten, schwarzlackierten Portalelemente. Diese Transluzenz und Leichtigkeit setzt sich im Geschäftsinneren durch bewegliche Organza-Vorhänge fort. Unbehandelte, glatte Betonoberflächen bilden die Fußböden, Stiegen, Wände und Decken. Zwei stockwerkhohe Koffer-Kuben flankieren die klar übersichtliche, rechteckige Raumsituation. Sie sind mit Reptilienleder bespannt und entfalten in ihrem inneren Nischen, Fächer, Laden und Kabinen, die mit luxuriösen Materialien wie poliertem Edelstahl oder Tapetenstoffen ausgeschlagen sind. Große, stoffüberzogene Präsentationsflächen laden zum Sitzen und Entspannen ein. Ihrer zwanglosen, privat anmutenden Anordnung entsprechen Luster, die eigens in Italien handgefertigt wurden. Sie ermöglichen die differenzierte Steuerung der Lichtatmosphäre zu verschiedenen Tages- und Betriebszeiten.

Das Telekom-Unternehmen A1 wollte im Zuge des Rollouts seiner Shops in Österreich die Markenwerte auch architektonisch definieren und in eine klare Formensprache umsetzen. Die Elemente des Konzeptes sollten in ihren Anwendungsmöglichkeiten hochgradig flexibel sein und einen durchgängigen Markenauftritt unter verschiedensten räumlichen und funktionellen Begebenheiten erlauben: offene Raumsituationen ohne Barrieren zwischen Kunden und Berater; ein Counter ("Mäander") mitten im Raum ersetzt die herkömmliche eindimensionale Frontalsituation der Beratung. Die harten, eindimensionalen Wände des klassischen Ladenbaus werden in Schichten aufgelöst, um die emotionale Ebene der Verkaufslokale zu transportieren und gleichzeitig den Hintergrund einer übersichtlich inszenierten Produkt- und Tarifwelt darzustellen. Gleichzeitig wird die Wiedererkennung der Marke durch Positionierung starker Brandelemente im Front- und Rückbereich des Shops gewährleistet. Nach außen hin ermöglicht der Shop durch raumhohe transparente Glaspaneele im Wechsel mit Brandelementen mit Schauvitrinen einen hohen Grad an Markenpräsenz.

Die Teilnahme an der Bauvisite erfolgt auf eigene Gefahr. Veranstalter und Bauherr übernehmen keinerlei Haftung.


Wir danken für die Unterstützung:
bm:ukk -- Kunstsektion
MA 7  Referat für Wissenschafts- und Forschungsförderung
Kammer Arch+Ing für W, NÖ, B -- Sektion Architekten / http://wien.arching.at
und dem Bauvisitenjahressponsor 2007/2008 Wiesner Hager <http://www.wiesner-hager.com/de/home/home.html,1>

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*Alle Details zum weiteren Veranstaltungsprogramm auf der ÖGFA-Website <http://www.oegfa.at>.*

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