k/haus


Hermine Karigl-Wagenhofer
Fließende Strukturen und Spuren von Räumen – Lebensläufe von Harmonie und Disharmonie

Eröffnung: 17. Jänner 2013, 19 Uhr
18. Jänner bis 10. Februar 2013
Künstlerhaus, k/haus Galerie


Landschaftskonglomerat 1, 2012,
Eitempera auf Leinwand,
150 x 100 cm



Begrüßung:
Michael Pilz, Präsident des Künstlerhauses
Zur Ausstellung:
Univ. Prof. Dr. Burghart Schmidt
Musikalische Umrahmung:
Mag. Michael Wahlmüller, Säulenmusik für Cello-Solo


Hermine Karigl-Wagenhofer zeigt eine Auswahl von "Landschaften" und "Säulen" in Eitempera.
Als Einblicke in die menschlichen Beweggründe im buchstäblichen Sinne, mit dem Augenmerk auf diffuse Unterströmungen, auf mannigfache, bisweilen schwer identifizierbare Einflüsse können ihre Landschaften verstanden werden. Die Säulen-Bilder als Statements, Behauptungsversuche, als temporäre Manifestationen individueller Einstellung. Große Bedeutung kommt dem Abstand, der Distanz zwischen den Säulen zu. Zwischenräume provozieren neue Bilder. Hier tauchen eben diese Landschaften auf, die gleichsam als Raumbeigaben für die Säulen gesehen werden können. Umgekehrt bedürfen gerade auch die fließenden, vagen Landformationen der stabilisierenden, maßgebenden Figur. Relationen werden sichtbar.
Im Innern der Landschaft zeigen sich Verflechtungen, Raumschlingen als eigene Vorgangsweisen, die Flächen zu erfassen. Inversionen auf der Bildfläche. Es entstehen Landschaftskonglomerate mit Rückgriffen auf archaische Formen oder als Ansammlungen vielfältiger Naturelemente.
Die vielschichtigen Bilder der „Säulen“ beschränken sich zumeist auf Abschnitte von Säulenschäften, gelegentlich ist eine Art Säulenbasis angedeutet. Das Tragende ohne Darstellung der Last, des Getragenen. Gestärkt wird damit die symbolische Funktion der Säule als Bedeutungsträger, das Gegenständlich-Figürliche scheint aufgesogen, verborgen im Vertikalismus. Je nach Malduktus entstehen Bilder von kräftigen Pfeilern, gebündelten Streben, diaphanen Säulen. Vegetative Einflechtungen scheinen das Getragene, das sich Entwickelnde vorwegzunehmen.

INTERKOLUMNIEN – Eine Bilder-Installation im Künstlerhaus Wien
Zwischen Säulen“ – Interkolumnium – kann als Motto, als verbindende Thematik für das Ausstellungskonzept gelten. Über die Inhalte der einzelnen Bilder hinaus ist es der Versuch, den ästhetischen Grenzlinien nachzuspüren, wie sie verlaufen zwischen den Bildräumen und dem Raum der Betrachterinnen (siehe: Felix Thürlemann, Vom Bild zum Raum, Köln 1990, S. 103). Die Herausforderung hierbei ist es, die einzelnen Bilder temporär zu einem Ensemble zu arrangieren, sie damit gegenseitiger Beeinflussung und Veränderung auszusetzen, ohne ihre Autonomie zu schädigen. Im Konzept mit bedacht ist die spezifische Raumsituation der Hausgalerie. So können Bilder und Bildkörper mit den Räumen in einen Dialog treten, Kontraste und Korrespondenzen entwickeln - gleichsam ihre Kräfte aneinander messen.
Die Landschaften Hermine Karigl-Wagenhofers – im ersten Raum – als Diptychen konzipiert, haben Tiefe, es werden Wegstrecken angedeutet, Bewegungsführung wird angeboten, Spuren von Verwerfungen lassen sich erkennen.

Dagegen bieten die Säulenbilder – im zweiten Raum – Zeichen zur Raumbeschreibung. Sie lassen sich verstehen als Teile einer imaginären Säulenhalle - die der Malerei. Darin bewegen sich Besucher in den angebotenen Assoziationsbereichen, zwischen Wandbildern und freistehenden Stelen. Durch Gruppierung der Hochformate wird die Wandfläche rhythmisch durchbrochen.

Für die Stelen hat Hermine Karigl-Wagenhofer Bildtafeln wie Module, differenziert nach Farbstimmungen und Energetik, zu Bildobjekten unterschiedlichen Charakters zusammengefügt. Die „Säulen“ haben gewissermaßen die Wand verlassen. Als Säulen-„Figuren“ entwickeln sie eine eigentümliche Standfestigkeit, ein fortgesetztes Säulendenken sozusagen. Vom Boden abgesetzt schließlich, auf einer idealisierenden Plattform, die Stelen im Zeichen der Harmonie – das spezifisch Fragile, Instabile zugleich Begehrte des Harmonischen soll darin zum Ausdruck kommen.
Dr. phil. Blanka Schmidt-Felber


Aus Anlass der Ausstellung erscheint ein ausführlicher Katalog zu den Arbeiten Hermine Karigl-Wagenhofers.
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