----- Original Message -----
From: Dauter, Oliver <[EMAIL PROTECTED]>
To: 'SuSE Linux-Liste' <[EMAIL PROTECTED]>
Sent: Tuesday, March 02, 1999 11:16 AM
Subject: RE: Ist diese Liste zu voll??
>Ein Vorschlag:
>Vielleicht sollte sich jemand erbarmen einen SuSE-Mailinglist-Knigge
(kleine
>signature, nur ASCII, keine flames, keine OT, was auch immer) und ein FAQ
>(ua. mit Verweise auf Mailinglist-archive, SuSE-SDB, FAQs. usw.) zu
>schreiben. Diese Dinge werden dann bei jeder subscribe-Bestaetigung und
>(zB.) einmal die Woche in die Liste gepostet.
>Das koennte IMHO etwas Entlastung bringen.
Ok, ich hab hier mal nen kleinen Versuch dazu. Beim surfen bin ich n�mlich
unter vielem Anderem auch auf die Netiquette f�r E-Mail von Adrian Suter
gestossen. Den Text hab ich stark gek�rzt und mit ein paar kommentaren
versehen um ihn wirklich auf das notwendigste zu beschr�nken. Wer will kann
ihn sich unter http://www.christkath.ch/internet/netiquette.htm ansehen.
Meine Kommentare sind mit
-> eingeleitet.
1. Beschr�nkung auf reinen Text.
Moderne Mailprogramme k�nnen E-Mail-Nachrichten in allen m�glichen Formaten
versenden: HTML, RTF und wie sie ale heissen. Dadurch werden n�mlich die
Nachrichten unn�tig aufgeblasen. Es dauert also l�nger, sie herunterzuladen
und verursacht so unn�tige (Telefon-)Kosten beim Empf�nger.
Ausserdem k�nnen eben nicht alle Mailprogramme mit diesen Formaten etwas
anfangen. Im Zweifelsfall beschr�nke man sich auf reinen Text. Nur wenn man
weiss, dass der andere Nachrichten in anderen Formaten verarbeiten kann und
auch einverstanden ist, solche Nachrichten zu erhalten, sollte man andere
Formate als reinen Text verwenden.
-> F�r die S.u.S.E-ML: Nur reinen Text schicken. Nichts anderes
In dasselbe Kapitel geh�rt auch die Unsitte mancher Software, eine
Visitenkarte anzuf�gen. Dies sollte man ebenfalls abstellen.
Mit Umlauten k�nnen die meisten der heutigen Mailprogramme automatisch
umgehen. Wenn es damit Probleme gibt, kann man versuchen, die korrekte
Konfiguration des Mailprogrammes zu finden (viel Erfolg...) oder die Umlaute
durch ae, oe, ue zu umschreiben. Der Text soll maximal 70 Zeichen pro Zeile
enthalten, weil manche Mailprogramme den Text nicht automatisch umbrechen,
zu lange Zeilen also einfach rechts aus dem Bildschirm verschwinden. Das
Mailprogramm sollte also auf die genannte Zeilenl�nge konfiguriert werden.
2. Vorsicht mit angef�gten Dateien
Es gibt die M�glichkeit, ganze Dateien an E-Mail-Nachrichten anzuh�ngen
(Attachments). Dies ist dann gut, wenn der Adressat diese Datei dann auch
lesen und verarbeiten kann. Dies ist nicht immer der Fall, etwa wenn der
Adressat das entsprechende Programm nicht hat oder sogar auf einem v�llig
anderen System arbeitet.
Man sollte auch auf die Gr��e der angeh�ngten Datei achten. Gr�sser als
100KB ist selbst wenn der andere die Zusendung ausdr�cklich gew�nscht hat an
der oberen Grenze. Nicht jedes E-Mail-System verarbeitet beliebige Gr��en,
und viele E-Mail-Nutzer haben eine Quota (eine Mengen- oder
Gr�ssenbeschr�nkung) bei ihrem Provider. Ausserdem kosten grosse Dateien
�berdurchschnittlich viel Downloadzeit und treiben dadurch die
Telephonrechnung in die H�he. Technisch bedingt werden Dateien beim Versand
um ein Drittel gr��er; auch dies bitte ber�cksichtigen.
Komprimierungsprogramme oder Disketten in Briefumschl�gen leisten manchmal
gute Dienste.
Viele E-Mail-Nutzerinnen und -Nutzer sind aus den oben ausgef�hrten Gr�nden
nicht sehr erfreut �ber Attachments. Im Zweifelsfall sollte man sich vorher
erkundigen, beim ersten Versand an eine bestimmte Person auf jeden Fall.
Angeh�ngte Dateien verschicken, um jemanden gezielt zu �rgern, ist
Mailbombing und eine ganz schlechte Idee.
Nicht mehr Netiquette, aber trotzdem wichtig: Wenn man selbst angeh�ngte
Dateien bekommt, so sollte man ihnen mit einer gesunden Portion Skepsis
gegen�bertreten. Besonders ausf�hrbare Dateien (*.exe) und Dokumente der
Microsoft Office-Familie (z.B. *.doc, *.xls) k�nnen Computerviren enthalten.
Man sollte solche Dateien in jedem Fall mit einem (aktuellen!)
Antiviren-Programm �berpr�fen. Kommen solche Dateien unbekannten Quellen,
sollte man sie zur eigenen Sicherheit lieber unbesehen l�schen.
-> Happy99 l��t gr��en :-)
Der Empf�nger oder die Empf�ngerin Ihrer E-Mail-Nachricht kann weder Ihren
Gesichtsausdruck sehen noch den Tonfall Ihrer Stimme h�ren. Seien Sie
deshalb vorsichtig mit ironischen Aussagen, Andeutungen und allem, was durch
dieses Fehlen nonverbaler Kommunikation missverst�ndlich erscheinen kann.
Viele Leute benutzen aus diesem Grund Smileys. Dadurch lassen sich manche
Missverst�ndnisse vermeiden.
Manchmal ist es wichtig, bestimmte Worte zum besseren Verst�ndnis
hervorzuheben, da ja der Empf�nger oder die Empf�ngerin keine Betonung h�ren
kann. Mehrfache!!! Ausrufezeichen gelten dabei als kindisch, GROSSBUCHSTABEN
sind auf Dauer schwierig zu lesen und werden von vielen als Anschreien
betrachtet. �blich sind *Sternchen* f�r Fettdruck, _Unterstriche_ f�r
Unterstreichungen und /Schr�gstriche/ f�r Kursivschrift.
4. Keine beleidigenden Nachrichten (Flames)
Hinter E-Mail-Adressen verbirgt sich fast immer ein Mensch. Elementare
H�flichkeitsregeln der zwischenmenschlichen Kommunikation gelten auch bei
Kontakten, die sich �ber E-Mail abspielen. Man sollte keine Nachrichten mit
beleidigendem Inhalt verschicken. Eine solche Nachricht heisst "Flame" und
ist, was sie auch im normalen Leben ist: eine Beleidigung.
Wenn man selbst Opfer einer Beleidigung per Mail geworden ist, oder wenn an
eine bewusst provokative Nachricht bekommt, die zum Flamen einl�dt
(Flamebait), sollte man sich die Antwort verkneifen und die Nachricht
insgesamt oder zumindest in ihren beleidigenden Teilen ignorieren.
-> Kleiner Tip. E-Mail lesen, die Mails die man beantworten will in
einen eigenen Ordner kopieren. Dann tief Luft holen. Und jetzt die
Mails von oben nach unten abarbeiten. Durch die Zeit die zwischen Lesen und
Antworten vergeht bekommt man einen klaren Kopf und �berlegt sich wieder was
man Antwortet. Ist halt wie im richtigen Leben.
5. Kein Spamming
"Spam" ist ein Oberbegriff f�r verschiedene Arten von Netzmissbrauch. Es
handelt sich dabei um das Versenden einer gleichlautenden Nachricht an sehr
viele Adressaten, zu denen man sonst keinerlei Beziehung hat und die die
entsprechende Nachricht nicht angefordert haben. Im allgemeinen handelt es
sich um Werbung, Kettenbriefe oder Anzeigen von Erotik-Seiten im WWW.
Spam ist l�stig. Spam kostet den Empf�nger Geld (Telephon-Kosten), den
Versender hingegen fast nichts. Spam verstopft �bertragungsleitungen und
Speicherplatz mit Daten, die niemand will. Spam verursacht beim Empf�nger
einen Haufen Sortierarbeit. Dadurch macht Spam auf lange Sicht das Medium
E-Mail unbrauchbar. Er ist daher nicht netiquette-konform und hat zu
unterbleiben.
-> Antworten alls bitte *nur* an die Mailingliste. Den Autor also aus
dem to Feld l�schen. Danke
8. Die eigene Adresse korrekt angeben
Leute, die Spam, Mailbomben und Flames verschicken, sch�tzen sich vor
Racheaktionen durch Adressf�lschung. Dies ist nat�rlich im E-Mail-Verkehr
ebenso unh�flich wie anonyme Schreiben im normalen Briefverkehr. Manche
Leute meinen, sie k�nnten sich vor Spam sch�tzen, wenn sie ihre Mailadresse
f�lschen, vor allem, wenn sie in �ffentliche Diskussionsforen (z.B.
Usenet-Newsgruppen) schreiben.
Selbstverst�ndlich ist dies keine L�sung. Erstens verursacht es unn�tigen
Mailverkehr, wenn einem jemand vergeblich zu antworten versucht. Zweitens
bel�stigt man Unbeteiligte (denjenigen, dessen Adresse man angibt, oder den
Administrator - "Postmaster" - des Systems, oder beide). Drittens entspricht
eine Nachricht mit gef�lschtem Absender nicht den technischen Standards, die
im Internet gelten. Manche Leute sind dazu �bergegangen, Adressf�lscher
systematisch zu ignorieren.
Ausserdem bietet eine gef�lschte Adsendeadresse keine Anonymit�t. Der wahre
Absender l�sst sich im Prinzip eruieren - mit etwas Aufwand und Kooperation
der Administratopren der beteiligten Computernetze. Wer zumindest
oberfl�chliche Anonymit�t haben m�chte, kann sich bei
http://www.hotmail.com, http://www.gmx.net oder �hnlichen Diensten eine
kostenlose Zweitadresse zulegen. Wer auf wirkliche Anonymit�t Wert legt,
kommt kaum darum herum, in der Newsgruppe de.comp.security mitzulesen.
Der langen Rede kurzer Sinn: die eigene E-Mail-Adresse (wenn man mehrere
hat, w�hlt man sich ein davon aus) ist im From-Feld korrekt anzugeben.
So, ich hoffe das hilft. Kann es aber nur wenn wir uns alle an die Netiqutte
halten. Was die meisten ja auch tun. Falls jemandem noch etwas einf�llt,
nicht gef�llt oder �hnliches der mailt mir am besten.
CU Borys
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Borys Sobieski
[EMAIL PROTECTED]
http://www.borys-sobieski.de
"Software is like Sex:
-It's better when it's free."
Linus Torvalds
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