Alles OT, hat mit "Linux Netzwerk" nix mehr zu tun :)


On Sun, 7 Feb 1999, Thomas Piechocki wrote:
> 
> Am Sam, 06 Feb 1999 schrieb Gerhard Sittig:
> > [ ... ]
> 
> einen L�sungsansatz liefern zu k�nnen. Keiner erwartet,  da� Du auf
> jede Frage fundiert antwortest. Warum also bei einer vermeintlich dummen
> Frage immer gleich auf den Fragenden mit RTFM oder Man-Pages-Verweisen 
> einpr�geln. Ich habe in den letzten Wochen hier niemanden erlebt, der
> in unversch�mter Weise Antworten eingefordert h�tte. 

In letzter Zeit antworte ich ja auch schon nicht mehr so oft
wie es frueher einmal war.  Viele Themen sind vom Interesse her
nach hinten gerutscht.  Aber ganz und gar nicht verstehen kann
ich diese Engstirnigkeit (?), mit der RTFM als Schimpfwort und
mit manpages als einziger Quelle dargestellt wird.  Zumindest
das Handbuch (egal ob mit Papier mitgeliefert oder auf der CD
wegen "media only") sollte man schonmal von der Gliederung her
angesehen haben.  Was die HowTo's und andere Dokumente angeht: Da
haben sich Leute richtig Muehe gegeben und Arbeit gehabt sowohl
beim Schreiben als auch beim Sichten und Ordnen (die Dinger
werden doch schon thematisch sortiert in Menues angeboten !).
Ausserdem werden etliche Dokumente auch in andere Sprachen als
Englisch verfasst oder uebersetzt.

BTW:  Die Angabe der selbst schon angezapften Quellen bewahrt
den Fragenden selbst davor, nochmal dorthin geschubst zu werden.
Das ist also fuer BEIDE Seiten gut, wenn keine "unnoetigen"
"Sieh DORT nach" und "Weiss ich doch alles schon" kommen muessen.

Wenn ich also den Eindruck gewinne, dass hier freiwilligen
Helfern Zeit gestohlen werden soll, werde ich schon mal unruhig.
Und wenn die Arbeit, die manche leisten, beiseite gelegt
wird wegen "nicht bunt genug" oder "nur mit eigenem Aufwand
verwertbar", tut's mir weh.  Zum Thema "unverschaemt" habe
ich gerade noch einen Thread (?) im Hinterkopf klingeln ("Wann
hilft mir denn endlich einer?  Kennt sich hier ueberhaupt jemand
aus?") :>  Wobei meine heftige Reaktion dazu nicht einmal diesem
Ansinnen entsprungen ist (das hat nur eine kurze gemaessigte
PM zur Folge gehabt) sondern dem Umstand, dass jener nicht
einmal zwischen Privatgespraech und oeffentlicher Darstellung
unterscheiden konnte.  Und dann MIR zu erzaehlen "Geh doch,
wenn DU kein Interesse hast" -- das ist mir letztes Jahr nur
einmal passiert ... :>

> Ich habe mich, als ich mit der Computerei anfing, auch vor die Kiste
> gesetzt  und erst einmal losgelegt und *dazu* begleitend in die
> Fachliteratur eingelesen. Und so funktioniert es auch mit Linux.

Trotzdem bleibe ich dabei, dass man DERARTIGE Dinge am besten mit
persoenlich bekannten Menschen in kleinem Kreise ueber laengere
zusammen verbrachte Zeit hinweg loest.  Eine Mailingliste halte
ich fuer "Fuehrungen" fuer ungeeignet.  Wenn ich das falsch sehe,
bin ich hier verkehrt.  Das ist ja an sich nichts verwerfliches,
wenn man diesen Zustand nicht zwanghaft aufrecht erhalten will.
Wenn aber die Leser nur sagen "Was will der jetzt wieder" und
ich keinen Grund sehe zu helfen (auf DIESE Art bzw denen, die
mir nicht den Eindruck von Eigenanstrengung vermitteln), dann
ist es vermutlich besser, wenn ich mich austrage.  Schliesslich
bin ich bei weitem nicht der einzige, der hier Hilfe gibt.
Und auch nicht der Allwissende.  Und sowieso nicht der, der
fuer ALLES Verstaendnis aufbringen kann :)  Meinen Auftrag,
zwei neue Linux-Anhaenger zu finden (und das so, dass sie
aus eigenem Antrieb dabei bleiben und diese Begeisterung an
andere weitergeben koennen :) habe ich schon etliche Male
uebererfuellt ...  :>

> >Dass sie zuallererst einmal die Andersartigkeit eines UNIX
> >akzeptieren und nicht wieder ein Windows draus machen wollen.
> 
> Auch das kann man durchaus anders sehen. Die zuk�nftige Entwicklung (KDE,
> Gnome) geht doch genau in diese Richtung, auch wenn es einem 
> Linux-Puristen der alten Schule �berhaupt nicht recht ist. Nat�rlich ist
> die Kommandozeile ein viel m�chtigeres und flexibleres Instrument, als
> es ein noch so gut konzipierter grafischer Desktop je sein kann. Es stellt

Gegen einfache Bedienung habe ich gar nix, aber gegen
unzulaessige Vereinfachungen.  Was hilft mir ein Werkzeug, das
nett aussieht, aber stumpf ist?  Und wenn ich an NT denke --
"Ist mit der Maus zu bedienen, kann also jeder" ...  Ich habe
ueber meinem Schreibtisch zur eigenen Erinnerung haengen "A fool
with a tool ist still a fool".  Es ist schon besser, wenn man
weiss was man tut.  Ich will mich nicht mit Gedankenlosigkeit
abfinden.

> Sorry f�r den langen Thread, aber ich mu�te das einfach mal los werden. 

Ja, das platzt uns allen mal so raus, was sich da aufstaut ... :)
Wofuer macht man sich sonst Gedanken?


Gerhard Sittig
-- 
If you don't understand or are scared by any of the above
        ask your parents or an adult to help you.

--
Um aus der Liste ausgetragen zu werden, eine Mail an [EMAIL PROTECTED]
schicken, mit dem Text: unsubscribe suse-linux

Antwort per Email an