On 05-Apr-99 Gerhard Sittig wrote:

> Ich glaube, die Antwort ist "alles was zum Booten gebraucht
> wird, fest in den Kern, und den Rest als Modul".

Ganz so einfach ist es ja nun nicht. Korrekt w�re zun�chst:

- Alles, was zum booten gebraucht wird, mu� fix in den Kernel. 
- Alles andere /kann/ als Modul compiliert werden (wenn es nicht anderweitige
Einschr�nkungen gibt)

Damit dann aber in nen Modularisierungswahn auszubrechen halte ich f�r ne
Fehlreaktion. Module kann man aus 2 Gr�nden w�hlen:

- Weil man die M�glichkeit haben will, Funktionalit�t aus dem Kernel zu
entfernen bzw. neu zu starten
- Weil man die Systemperformance optimieren will, indem man Ressourcen spart.

Ersteres kann z.B. bei Hardware-Treibern sinnvoll sein, wenn die Hardware nicht
immer benutzt oder vorhanden ist (PCMCIA-Karten, nicht immer eingeschaltetes
externes Laufwerk oder Scanner) und durch das Entladen und Laden der Module neu
initialisiert werden mu�.

Letzteres ist nur sinnvoll, wenn die Funktion im Kernel nicht ohnehin st�ndig
gebraucht wird. Sonst ist man (oder kerneld) so damit besch�ftigt, Module rein-
und wieder rauszuschieben, da� der performancegewinn locker wieder aufgefressen
wird. Wann das der Fall ist, h�ngt aber wieder von der Nutzung ab:

-Treiber f�r externe Medien sollte man dann als modul bilden, wenn auf diese
Medien selten zugegriffen wird oder ein Medienwechsel ein Neuladen des Moduls
bedingt

-Dasselbe gilt f�r praktisch alle Hardware-Treiber

-Treiber f�r Filesysteme sollte man nur dann als Modul compilieren, wenn diese
Filesysteme nur gelegentlich genutzt werden. Hat man ohnehin dauernd NFS-Shares
gemountet, ist NFS z.B. fix im kernel idR besser.

Und schlie�lich sollte man am Schlu� z�hlen, wieviel Module man denn hat. Wegen
nur ein oder zwei modularisierbaren Funktionen lohnt sich ein kerneld n�mlich
performance-m��ig wieder nicht, da das Teil ja selber auch Speicher und
Rechenzeit verbr�t. In dem Fall lieber ohne kerneld und mit fix eincompilierten
Funktionalit�ten.

Es hat sich bei mir allerdings z.B. bew�hrt, alle nicht unmittelbar ben�tigten
Filesysteme als Modul zu compilieren, so da� man sie im Exoten-Fall dann noch
nachladen kann. Kann man nat�rlich auch noch mit ein paar anderen Sachen machen.

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     Erhard Schwenk - alias Bitrunner  =)B==o)
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