On Tue, 6 Apr 1999, Erhard Schwenk wrote:
> 
> On 05-Apr-99 Gerhard Sittig wrote:
> 
> > Ich glaube, die Antwort ist "alles was zum Booten gebraucht
> > wird, fest in den Kern, und den Rest als Modul".
> 
> Ganz so einfach ist es ja nun nicht. Korrekt w�re zun�chst:
> 
> - Alles, was zum booten gebraucht wird, mu� fix in den Kernel. 
> - Alles andere /kann/ als Modul compiliert werden (wenn es nicht anderweitige
> Einschr�nkungen gibt)
> 
> Damit dann aber in nen Modularisierungswahn auszubrechen halte ich f�r ne
> Fehlreaktion. Module kann man aus 2 Gr�nden w�hlen:
> 
> - Weil man die M�glichkeit haben will, Funktionalit�t aus dem Kernel zu
> entfernen bzw. neu zu starten

... und auf dem Weg dazwischen einem Update oder geaenderten
Parametrisierung zu unterwerfen (IMHO ein riesiger Vorteil) ...

> Letzteres ist nur sinnvoll, wenn die Funktion im Kernel nicht ohnehin st�ndig
> gebraucht wird. Sonst ist man (oder kerneld) so damit besch�ftigt, Module rein-
> und wieder rauszuschieben, da� der performancegewinn locker wieder aufgefressen
> wird. Wann das der Fall ist, h�ngt aber wieder von der Nutzung ab:

Wer hat denn gesagt, dass Module immerzu vom kerneld behandelt
werden sollen?  Man kann das Zeug statisch laden und trotzdem
alle Vorteile der Module mitnehmen.

> -Treiber f�r Filesysteme sollte man nur dann als Modul compilieren, wenn diese
> Filesysteme nur gelegentlich genutzt werden. Hat man ohnehin dauernd NFS-Shares
> gemountet, ist NFS z.B. fix im kernel idR besser.

IMHO brauche ich auch hier nur die zum Booten notwendigen
Bestandteile fest im Kernel, der Rest kann spaeter kommen
(und ICH suche mir sogar noch aus, woher ...).

Ich sehe damit NUR Vorteile durch den Einsatz von Modulen
(haette sonst der Riesenaufwand fuer die Umstellung
gelohnt?  man haette ja beim Monolith bleiben koennen ...).
Die Sekundenbruchteile fuer das einmalige Laden der oefters
benoetigten Module oder das gelegentliche Nachladen fuer
wechselnde Peripherie benoetigter Treiber habe ich doch dafuer
allemal uebrig.  Sonst koennte man ja gleich noch eine Shell und
einen X-Server und ... mit in den Kernel nehmen, weil das Zeug
ja ohnehin nach dem Booten kommt ... (Ich weiss, genau diese
"Argumente" kamen damals auch und haben alle schon einen Bart.
Allein die Diskussion, ob ein NFS-Server in den Kernel oder
ins Userland gehoert, hat religioese Dimensionen).

"Kein Modul" sehe ich nur beim Bootvorgang und bei Code
angebracht, der anders nicht will.


virtually yours - Gerhard Sittig
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