On Sat, 17 Apr 1999, hhv wrote:

> 
> clemens wohld wrote:
> 
> > Oder ist gar "tar" die "bessere Alternative", wenn ein ZIP-Laufwerk
> > (100 MB *nur*) zur Verf�hgung steht?
> 
> Es gibt noch eine ganz interessante Moeglichkeit, die das
> loopback device nutzt und ein image als Dateisystem mountet.
> 
> Dazu legst du auf deiner vfat Partition eine Datei mit
> der gewuenschten Groesse an:
> 
> dd if=/dev/zero of=/dos/PFAD/backup bs=1k count=400000
> 
> Der Befehl legt auf deiner dos Partition eine 200Mb grosse
> Datei namens 'backup' an. 
> Diese Datei wird jetzt formatiert, wie eine Platten-Partition:
> (Die folgende Frage mit 'y' beantworten.)
> 
> mke2fs /dos/PFAD/backup
> 
> Mit 'tune2fs -l /dos/PFAD/backup' kannst du dir dann den SuperBlock
> deiner neuen 'Festplatte' ansehen.
> 

Da w�rd ich dann noch die Anzahl der reservierten Bl�cke auf 0 setzen.
Das ext2 File system reserviert n�mlich einen bestimmten Prozentsatz
(5 %, vermutlich), der nur von Programmen belegt werden k�nnen, die unter
root laufen. Das macht dann ein gutes St�ck mehr freien Speicher auf der
Partition.

Der Befehl dazu ist

  tune2fs -r 0 /dos/PFAD/backup

Den solltest Du nur ausf�hren, wenn die Datei nicht gemountet ist.

Mit "echten Partitionen", die reine Datenpartitionen sind, (Home Ver-
zeichnisse, z.B.) sollte man das IMHO auch machen. Aber nur, nachdem
man die Partition unmountet.


> Dieses image kannst du jetzt ganz normal mounten wie jede Partition:
> 
> mount /dos/PFAD/backup /var/backup -o loop
> 
> Danach ist das Image als /var/backup/ in dein System eingebunden
> und du kannst nach Lust und Laune auf deiner 'neuen Platte'
> arbeiten.
> 
> Natuerlich koenntest du dieses Image, wenn es im moment nicht
> benoetigt wird, auch komprimieren. Da bei einem Backup viele
> Text-Dateien (Scripts) dabei sind, wird das Ding ziemlich klein
> werden
> 

Sollte man vorher unmounten. (ich sags nur, damit's gesagt ist.)

Wenn man den Befehl losetup benutzt, kann man sogar Verschl�sseln.
Siehe   man losetup   . Aber nicht mit der XOR Methode, da steht das
"Passwort" Seitenweise im Klaartext in der Datei. (In jedem leeren  
"Sektor".)


> Ein solches komprimiertes Image (die Datei backup auf der vfat-
> Partition koenntest du natuerlich auch irgendwo hin kopierern
> (zip-Laufwerk ...). Die Datei ist nicht an einen bestimmten
> Platz auf einer bestimmten Platte/Partition oder an einen
> bestimmten Namen gebunden.
> 

Man kann ein solches Image sogar auf ne CD brennen. Dann hat man eine
CD, die nicht das iso9660 Format benutzt, sondern das ext2. Allerdings
ist die CD nicht unter Windows benutzbar.


> 
> Voraussetyung:
> 
> Beim Kernel kompilieren muss unter 'Block Devices'
> 'Loopback device support' aktivier werden.
> 
> Du kannst das Image natuerlich nur mounten, wenn
> vorher die entsprechende vfat-Partition gemountet
> wurde.
> 

Ein anderer Anwendungsfall ist, CD-Roms auf der Platte zu halten.
Mit dem Befehl 

  dd if=/dev/cdrom of=/cd-s/images/CD1.img
  
liest man das Image einer CDrom ein. Danach muss man noch CD1.img 
mounten. Der /etc/fstab Eintrag dazu ist wie bei einer Fest-
plattenpartition auch, nur da� bei den Optionen (4. Feld) `loop'
dazugenommen werden muss.

Also beispielsweise so:

/cd-s/images/CD1.img  /cd-s/CD1    iso9660    loop


Hell

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Herbert Stocker (Hell) [EMAIL PROTECTED]







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