Hola,

On Sat, Jan 11, 2025 at 09:12:27PM +0100, Markus wrote:
> Danke Flo,
> 
> Das mit dem Variablentyp float bzw. double erklärt die aufgeblähten
> Nachkommastellen. Aber dann müssten doch Zahlenfolgen mit vielen
> folgenden Nullen zu finden sein, oder etwas Periodisches...?
> Denn Sensoren bieten ja auch keine so "riesigen" Genauigkeiten.
> 
> Übrigens: Meter-Angaben mit 15 Nachkommastellen entsprechen der
> Genauigkeit, die mit einem Elektronenmikroskop maximal erzielbar sind
> und das ist ja nicht so geeignet fürs Mapping - auch nicht für
> Mikromapping ;-)

Warum sollten da in den Nachkommastellen nullen oder periodisches
Auftauchen? 

Dafür müsste man ja mal gucken die denn Koordinaten überhaupt
zustandekommen. Du nimmst eine schöne WGS84 koordinate mit
2 Nachkommastellen und machst eine Koordinatentransformation
in ein anderes Bezugssystem - was im GIS Bereich Standard ist. 
Dieses Koordinatensystem hat einen anderen Bezugspunkt, und sehr
Wahrscheinlich ein anderes generalisiertes Elipsoid der Erde.
Dann hast du in den Nachkommastellen einfach "rauschen". Wenn du dann
nicht wirklich absichtlich "abschneidest" sondern den float/double
Behälst hast du halt da Zahlen die eine fiktive Präzision haben.

> Zusatzfrage:
> 
> Gibt es inzwischen eigentlich einen tag für:
> - Lage-Genauigkeit der Koordinate
> - Form-Genauigkeit einer Linie

Gemessen an was?

Das sind ja total subjektive kriterien - und wenn du Dinge der Realität 
mit abschnittsweiser Näherung abbildest hast du IMMER einen
Fehler. Da wir aber keinen "Vergleichswert" haben (Ausser das
Menschliche Auge) wird man das nicht quantifizieren können.

Dazu kommt ja die "absolute Lage" von etwas bezogen auf Welches
Koordinatensystem - zu welcher Zeit? Denn es gibt Referenzsysteme
die eine Kontinentaldrift quasi "mit einschliessen" und andere
die eine absolute Position auf einem Elipsoid darstellen (Wie z.b. 
WGS84)

D.h. eine Koordinate erfasst um 1900 ist in einem Koordinatensystem
auch in 2025 noch super, in einem anderen aber mehrere Meter daneben.

Und je nach Position und Zeit ist der Fehler mehrere Zentimeter im Jahr.

Dinge die ich in OSM 2008 aus dem ALKIS übernommen habe, liegen heute
etwa 40cm daneben. Denn das ALKIS hat ein UTM32 Bezug - d.h. ist von
der Kontinentaldrift nicht betroffen. IIRC haben aber so 2.5cm/Jahr
Hab ich also 2008 eine Koordinatentransformation von UTM32 -> WGS84
gemacht driftet diese Koordinate seit dem nicht mehr mit.

Und das ganze ist positions d.h. Land/Kontinent und Zeit abhängig.

Flo
-- 
Florian Lohoff                                                     [email protected]
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