Hallo Klaus, > Von mir aufgezeichnete Tracks zeigen, dass sich auf der Strecke Amrum-Föhr > in den letzten Jahren die Wattwege dramatisch verändert haben. > m.E. nichts ungewühnliches für Wattwege. > Die Kennzeichnung des aktuellen Weges (Reisigbüschel und Stangen) war auch > kaum zu erkennen und veraltet (Sturmflut putzt alles weg). > siehe z.B. den Wikipedia-Artikel über die Pricken ( http://de.wikipedia.org/wiki/Pricken ): Pricken überstehen in der Regel die Sturmfluten des Winters nicht und müssen jedes Jahr neu gesetzt werden. > Also mein dringender Rat: nicht jeden Wattweg in unserer Karte aufnehmen > (ich würde mir bei einem Unfall schwere Vorwürfe machen) und wenn möglich > einen ortskundigen Führer nehmen, der im Allgemeinen noch viele > Zusatzinformationen parat hat. > Siehe z.B.: http://de.wikipedia.org/wiki/Wattwanderung#Sicherheitshinweise_f.C3.BCr_eine_Wanderung_im_Watt Derartiges kriegt man sicher auch in jeder Broschüre vor Ort, in jedem Reiseführer und erhält es sicher so auch in jeder "Tourist-Info" erzählt. BTW: auch die Alpen sind gefährlich, man kann da bei Wanderungen über Kanten stürzen (tief!) oder durch Wetter in ernsthafte Gefahr kommen und... und ... und ... Für mich ist es eine Selbstverständlichkeit daß ich mich ausreichend informiere bevor ich irgend etwas mache. > Lieber Michael du würdest sicher auch nicht jeden Kletterpfad oder jedes > Wildwasser (ich bin Kanufahrer) einzeichnen und dabei nicht auf die Risiken > und witterungsbedingten Veränderungen und Gefahren hinweisen. > Ich habe keinerlei Probleme mit dem Einzeichnen von "irgendetwas" (Kletterpfad, Wildwasser, ...). Aber es muß entsprechend gekennzeichnet sein. Und extrem wichtig: bevor ich irgendwo hin gehe informiere ich mich. Das bedeutet daß ich NIE in's Watt gehen würde, wenn ich mich nicht vorher darüber grundsätzlich und auch über die Flut-/Ebbezeiten und das Wetter informiert hätte. Deswegen würde ich es begrüßen wenn die Wattwege zumindest mit Namen als "Wattweg" getaggt sind. Und schön wäre auch geeignete Tags die a) auf die "Vergänglichkeit" der Daten hinweist und b) die "Gefahr" dieser Wege kennzeichnet. (gibt es vielleicht noch nicht) > Ich räume natürlich ein, dass es, wie Norbert Kück beschrieb, gut gepflegte > Wattwanderwege gibt. Das müßte man dann auch bei OSM machen. > Aber sicher wird deren Verlauf sich ständig verändern. > Nachpflegen. Schau Dir mal POIs an. z.B. eine Ladenpassage/Einkaufscenter. Alle paar Wochen/Monate machen Läden auf oder zu oder sind an einen anderen Bereich umgezogen. Willst Du die Läden jetzt alle nicht einzeichnen weil sie sich verändern (könnten)? Das ist m.E. die falsche Taktik. Wir müssen sehen, daß die OSM-Daten aktuell sind (auch als Unterschied zu kommerziellen Kartendiensten). Und nicht daß potentiell sich ändernde Daten nicht aufgenommen werden. Sonst könnten wir <überspitzt> die Landschaft frei lassen weil sich ja jede Starße und jedes Haus und jeder Bach/Fluss irgendwann ändern könnten. > PS. Ich bin kein Wattwanderführer > Ich auch nicht. Aber ich war vor ca. 25-30 Jahren selbst schon zu Fuß auf Neuwerk - ok, damals ein paar Köpfe kleiner. Und ich denke, daß ich einen halbwegs normale Vorbereitung mache, bevor ich etwas mache.
MfG Michael. _______________________________________________ Talk-de mailing list [email protected] http://lists.openstreetmap.org/listinfo/talk-de

