Hallo Christian Felsing,
dear Christian Felsing,

* [EMAIL PROTECTED] wrote/schrieb:

> Irgendwo gibt es immer einen Buffer-Overflow, den man ausnutzen kann. So hat 
> auch Linux seinen Weg in die M$ X-Box gefunden. 

Okay, da hast Du nat�rlich recht. 

> Die Sache wird lediglich dadurch entsch�rft, weil die Leute typischerweise 
> nicht als Root, sondern als normaler User arbeiten. Systemdateien sind so 
> unangreifbar - jedenfalls seit Kernel 2.4.21 (hoffentlich).

Um die Platte nach Mailadressen zu durchsuchen und den Virus per Mail an
andere weiterzusenden, brauchst Du aber keine Root-Rechte, sondern nur ein
statisch gelinktes Programm, das MX-Records aufl�sen und Mails versenden
kann.

Wie ich schon sagte, halte ich es f�r ein Kinderspiel, diesen Sobig-F unter
Linux nachzuprogrammieren. Ganz langsam d�mmerte mir diese Erkenntnis, als
ich beim Kunden sa� und um mich herum die Kacke zu dampfen begann und die
Kollegen sich vor neunmalklugen Spr�chen �ber die doofen Windows-User kaum
noch halten konnten. 

Die einzige Schwierigkeit besteht darin, die User zum Doppelklicken zu
bringen.  Aber wenn die kritische Masse erreicht ist und es ausreichend
heruntergebl�dete Mailclients gibt, wird auch das kein Problem sein.

Funktionsprinzip des fiktiven Linux-Wurms "2short-A", der genau nach dem
Vorbild von "Sobig-F" arbeitet:

- Wurm taucht im Posteingang des Users auf
- User startet das im Anhang befindliche Executable
- Das Executable...
  - Produziert entweder garnichts, oder eine m�glichst nichtssagende
    Fehlermeldung ("Segmentation fault.")
  - Legt eine Kopie von sich unter einem fantasievollen, m�glichst
    ebenfalls nichtssagenden Namen an, z.B. "~/.shortrc"
  - Schreibt folgendes in die Crontab rein:
    @reboot $HOME/.shortrc >/dev/null 2>&1
  - Beginnt als Daemon im Hintergrund alle erreichbaren Bereiche der Platte
    nach E-Mail-Adressen zu durchsuchen
  - Versendet sich an die gefundenen E-Mail-Adressen, indem es den
    jeweiligen Mailexchanger einfach selbst ermittelt und dann die Mail im
    direkten Gespr�ch mit dem empfangenden MX selbst versendet.
  - Schadroutine mit entsprechendem Termin bitte nach Gusto hinzuf�gen.

Da ist nichts im Spiel, das auch nur im entferntesten wie ein Exploit
aussieht. Alles ganz simple Vorg�nge, die jeder User ausf�hren kann. Die
eine oder andere Sache wird also dadurch, da� man nicht als Root arbeitet,
schon entsch�rft, aber auch ein gemeiner User kann richtig viel Schaden
anrichten.

-martin



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