Hallo ,,

möchte auch mal was dazu sagen: mich stört es nicht, solange ich es noch verstehe! Dieses ist ja eigentlich auch der Sinn der Sache. Ich tendiere auch dazu beim Schreiben immer alles klein zu schreiben, danach muss ich dann nochmal alles durchgehen und wieder korrigieren. Dann kommt es auch oft genug vor, dass ich mir bei einem Wort nicht sicher bin ... dann guck ich nochmal in Google.

Ich habe mal in der Schule gelernt die Definition von Sprache gelernt. Ein Teil der Definition war, dass Sprache sich ständig verändert und umwandelt. In Wiki habe ich das jetzt aber nicht gefunden.

Es gibt Zwar Regeln für Sprache, aber wer sagt, dass DUDEN diese bestimmt?! (Ich weiß schon wer: die Politiker die die richtigen Gelder zugesteckt bekommen von den Firmen die dann profitieren wenn mal wieder eine Rechtschreibreform ansteht)

Ich könnte mir gut vorstellen, dass sich Regeln in bestimmten Gruppen neu entwickeln. So hat sich ja schon bei vielen im Internet das Kleinschreiben durchgesetzt, und nicht zu vergessen Gefühlsäußerungen wie :) :D :( ... usw. ... Diese sind ja auch fester Bestandteil der Internetsprachkultur ... und manchmal höre ich jemanden "rolf" sagen (Lautsprache) und meint damit "rofl".

Und warum nicht auch mal über Sprache nachdenken?! ... zum Beispiel ... warum schreibt man eigentlich nicht Zukumpft ... wenn es ja eigentlich von "auf sich zukommen" kommt. Das Wort "kümpftig" gebrauchen auch einige im Internet. Aber es hört sich schon komisch an.

Gebärdensprache ist übrigens noch extremer! Gehörlose die sich auf einer Party treffen haben sehr oft als Gesprächsthema: "wie gebärdest du das ... " bei denen gibt es keinen Duden welches richtiges Gebärden und die Grammatik regelt. Auf den Schulen Gehörloser war Gebärden bis vor wenigen Jahren verboten und erst vor 10 Jahren wurde diese Sprache anerkannt. Bis heute gibt es für gehörlose Kinder kein Unterricht in "Richtiggebärden". Gebärdensprache ist also ohne Regelwerk von Menschen entwickelt die einfach nur das Bedürfnis haben zu Kommunizieren. Die Grammatik ist hingegen so komplex, dass Hörende nur schwer gebärden lernen. Wörter wie "ist, bin, sein, der, die, das" gibt es in Gebärdensprache nicht, es gibt aber Gebärden die sich nur schwer in Lautsprache erklären lassen. Während bei der Laut- und Schriftsprache nur der Sinn der Wortes und des Satzes zählt ... und vielleicht noch ein paar Satzzeichen (!), die noch etwas Ausdruck verleihen, hat Gebärdensprache mehrere Kommunikationskanäle: (glaube) Handform, Ortung, Körpersprache, Mimik, Bewegungsablauf, Mundform ... diese im Zusammenspiel können schneller einen Sachverhalt erklären als Lautsprache.

kurz: Sprache entwickelt sich und ist zum kommunizieren da und nicht um dem Regelerhalt zu fronen.

Gruß,
Marco.
_______________________________________________
TYPO3-german mailing list
[email protected]
http://lists.typo3.org/cgi-bin/mailman/listinfo/typo3-german

Antwort per Email an