Hallo auch,

ich gestehe, dass ich 2006 das Lager wechselte von den Excludisten zu 
den Includisten - als ich ein Seminar zu Star Trek hielt und mit der 
englischen WP wesentlich mehr anfangen konnte, da sie die zu jeder Folge 
aller Staffeln eine Seite anbot, samt Binnenbeziehungen im fiktionalen 
Kosmos.

Meine Meinung ist mittlerweile, dass da beu uns zu hart geregelt wird. 
Es ist wohl wahr, dass wir hier erst einmal Fan-Artikel erhalten, wenn 
wir hier nachgeben. Wahr ist indes auch, dass wir bis jetzt in der Lage 
waren, aus schlechten Anfängen nach ein paar Jahren gute Artikel zu 
machen. Soll heißen: ich denke mittlerweile, dass wir da mit einem 
gewissen Dünkel handeln, wenn wir Wachstum verhindern - einem Dünkel des 
Hochwertigen, unterhalb dessen wir ungern anfangen, wo vielleicht das 
Vertrauen angebracht wäre, dass wir aus vielem Hochwertiges machen.

Das ist ein Plädoyer für ein überlegtes Lockern der Kriterien. Ich denke 
wir, sollten bestimmte Kriterien lockern. Wenn jedes Shakespeare-Stück 
rein darf, kann ich auch damit leben, dass eine ganze Menge Artikel 
unserer Gegenwartskultur hinzukommen, von denen unlklar ist, welchen 
Stellenwert sie in Zukunft gewinnen. Sollten sie Stellenwert gewinnen, 
wird man nicht verstehen, dass wir da mauerten.

Ich steh auf der anderen Seite dafür, dass nicht jeder bei uns seinen 
Artikel erhält - da wir hier Selbsdarstellern vorbeugen müssen. Wir 
sollten gezielt über kontrollierte Lockerungen nachdenken.

Bei der geschilderten Untersuchung: wieviele Löschanträge gehen durch im 
deutschen, im englischen - da mag dieselbe Prozentzahl herauskommen, 
doch besagt die auch nur, dass unter unseren Kriterien bereits die 
Einreichung verläuft - rigider als in der englischsprachigen. Von den 
wenigeren Artikeln, die beginnen, mögen tatsächlich genau so viele 
prozentual gelöscht werden, das will mich nicht sogleich zur Meinung 
überreden, dass wir allein ob gleicher Prozente auch schon ähnlich offen 
sind.

Das Argument, dass mir die englische WP bei Gestalten von 
kulturwissenschaftlichen Seminaren entschieden besser half - in einem 
Arbeitsfeld des universitären Unterrichtens, darüber bitte ich 
nachzudenken Das ist keine Antwort eher ein Aufruf zum Nachdenken. Ich 
hatte keine Zeit, in Berlin zu sein, weißin dieser Sekunde nicht was 
dabei herauskam,

Gruß,
Olaf


Ziko van Dijk wrote:
> Hallo,
> 
> bei der "Lösch-Diskussion" in letzter Zeit haben wir es oft mit
> Mutmaßungen zu tun. Dankenswerterweise hat Tim Bartel sich kürzlich
> mal auf die Pirsch gelegt und geschaut wie viele Löschanträge denn
> tatsächlich durchkommen (60 %, in DE und EN). Ich würde mich für eine
> weitergehende Untersuchung interessieren, die auch danach schaut, wie
> viele Artikel pro Tag überhaupt angelegt werden, wie viele von denen
> gelöscht werden, wie lange es bis zur Erstsichtung dauert usw.
> Das würde ich gerne mit Gleichgesinnten machen, die vielleicht auch
> Kniffe kennen, wie man sich die Arbeit technisch erleichtern kann.
> Wer hat Lust?
> 
> Besten Gruß
> Ziko
> 

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