Da ich nur Abends dazu komme, die Post in dieser Sache zu verfolgen, 
erlaubt mir das etwas Abstand.

Die verschiedenen Stellungnahmen auf
http://meta.wikimedia.org/wiki/Au%C3%9Ferordentliche_Mitgliederversammlung_2011/S_2

sowie in dieser Liste las ich - bin ich gelassen. Was ich dem Verein 
empfahl, ist im Zentrum eher gewöhnlich. Irritierend ist allenfalls der 
Tumult, den es auslöste. Ein Verein, der Projektgelder in Millionenhöhe 
einnimmt, sollte seine Projekte intern begutachten und nach gegebener 
Laufzeit evaluieren. Ich schlug kein neues Entscheidungsgremium vor, nur 
ein begutachtendes, das interne Transparenz schafft, sichtbar macht, was 
an Projekten in ein Entscheidungsverfahren kommt. Ich erwartete indes 
den Tumult. Es gibt im Vorstand ein deutliches Interesse an etwas 
weniger Transparenz, und dazu passt das im Angebot des Vorstandsentwurfs 
die Wahlperioden zu strecken und der neuen Stelle der Projektarbeit, 
mehr Zeit zu lassen - laufende Projekte sollen im Vorstandsentwurf in 
Zukunft über das Haushaltsplacet gebilligt werden.

Mein Tipp für die begrenzte Wiederwahl, wurde nicht ganz so schlimm 
beurteilt - ich sei womöglich ein Feind des Ehrenamts. Ganz im Gegenteil 
- ich schätze es, wenn Leute sich auch ohne Amt und Scheinwerferlicht 
engagieren, und ehrenamtliche Posten als befristete Chancen wahrnehmen. 
Unangenehm wirds, wenn sie glauben nur sie seien wirklich engagiert und 
kompetent und Umgebungen schaffen, in denen tatsächlich keiner mehr an 
sie heranreicht.

Man wird über all das abstimmen können. Die Kommentare des Vorstands 
stören mich nicht. Meinen eigenen Entwurf kommentierte ich in der 
Erwartung des Vorstandskommentars und gehe davon aus, dass dieser 
Kommentar ebenfalls an die Wähler geht.

Vielleicht kommt keine zwei Drittel-Mehrheit für einen der beiden 
Entwürfe zustande. Niemand kennt die unbekannte Vereinsmehrheit - ob sie 
für die stärkere Eingebeteiligung oder die stärkere Vereinsführung 
plädiert - wir werden hier über die 600 Leute von uns etwas erfahren. 
Ich erklärte mich indes bereit, für Gespräche an Orte zu reisen - wenn 
denn eine Anzahl eine Zusammenkunft auf ein Bier oder so organisiert - 
und würde mich bei einem solchen Treffen freuen, auch vom Vorstand 
Disputanten zu sehen - ich werde mithin vorher bekannt geben, wenn sich 
so etwas organisiert, so dass der Vorstand dazu kommt. Gut hätte ich es 
gefunden, wenn der Vorstand selbst solche Veranstaltungen auf die Beine 
gestellt hätte, aber ich gewann mit dem Vorschlag keinen Blumentopf,

Gruß,
Olaf


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