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---[beisskannte]---

DGB fordert Ma�nahmen gegen rechtsextreme Internet-Seiten
[27.01.2003 13:41 ]

Der Deutsche Gewerkschaftsbund[1] hat die Bundesl�nder zum Vorgehen
gegen rechtsextreme Internet-Angebote aufgefordert. Die L�nder sollten
nicht l�nger abwarten, sondern dem Beispiel Nordrhein-Westfalens folgen,
sagte der NRW-Landesvorsitzende[2] des DGB, Walter Haas. Die
Aufsichtsbeh�rden der L�nder seien zum Handeln gesetzlich verpflichtet,
ihr Z�gern sei "bedauerlich und unverst�ndlich", meinte Haas am heutigen
Holocaust-Gedenktag in einer gemeinsamen Erkl�rung mit dem D�sseldorfer
Regierungspr�sidenten J�rgen B�ssow.

Die zust�ndigen Beh�rden seien vom DGB bereits schriftlich aufgefordert
worden, dem Vorgehen B�ssows zu folgen. In Antwortschreiben sei das
Angebot rechtsextremer Seiten im Internet verurteilt worden; leider
schienen aber einige zust�ndige Beh�rden in den anderen Bundesl�ndern
abwarten zu wollen, wie erfolgreich der Regierungspr�sident D�sseldorf
aus der Auseinandersetzung hinausgehen werde, erkl�rte Haas. Die
Bezirksregierung D�sseldorf[3], nordrhein- westf�lische Aufsichtsbeh�rde
f�r das Internet, hatte 76 Zugangsanbieter zur sofortigen Sperrung[4]
von zwei Neonazi-Webseiten aus den USA aufgefordert. 16 Unternehmen
haben dagegen geklagt. Drei Verwaltungsgerichte haben in der Sache
bislang in Eilverfahren der Beh�rde Recht gegeben, eines der
Online-Wirtschaft. Eine Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts in
M�nster steht noch aus.

"Es darf im Internet keinen rechtsfreien Raum geben", sagte Haas, "in
dem es zul�ssig ist, rechtsextremistische und menschenverachtende
Inhalte zu ver�ffentlichen." Das Internet m�sse in die medienethische
und medienpolitische Verantwortung einbezogen werden. Der Staat habe
eine Schutzpflicht gegen�ber Minderheiten. Der DGB fordert unter anderem
verbindliche Selbstregulierungsverpflichtungen der Internet-Anbieter und
eine verst�rkte Zusammenarbeit mit jugendschutz.net[5], der
Zentralstelle der obersten Landesjugendbeh�rden f�r den Jugendschutz in
Mediendiensten. Au�erdem sei die Einf�hrung einer Registrierpflicht f�r
Access-Provider notwendig, "um somit die Access-Provider zur Abwehr
rechtsextremistischer Inhalte in Anspruch nehmen zu k�nnen".

Insgesamt gebe es etwa 200 rechtsextreme Internet-Seiten mit strafbarem
Inhalt, sagte B�ssow, der sich bei seinem umstrittenen[6] Vorgehen auf
den Mediendienste-Staatsvertrag beruft. Die Gr�nen-Landtagsfraktion[7]
in Nordrhein-Westfalen kritisierte das Vorgehen als ineffizient. Die
Sperrung durch die Zugangsanbieter sei leicht zu umgehen und biete
keinen nachhaltigen Schutz. (jk[8]/c't)

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  [4] http://www.heise.de/newsticker/data/jk-08.02.02-011/
  [5] http://www.jugendschutz.net
  [6] http://www.heise.de/newsticker/data/jk-17.01.03-006/
  [7] http://www.gruene.landtag.nrw.de/
  [8] mailto:[EMAIL PROTECTED]@lists.fitug.de

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Tschuess, Tim.

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Netzwerksicherheits-Legende Nr. 264:
Firewalls schuetzen vor Viren, Trojanern, Kettenbriefen und Tauben-
scheisse auf dem Autodach. (Martin Schmitt, de.org.ccc, 30.5.1999)

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