Hallo,

Am 07.02.20 um 11:57 schrieb Jörg Schmidt:
> Nachtrag
> 
> 
> Hallo Michael,
> 
> ich habe gerade übersehen das Du 'in Deinem eigenen Thread' geantwortet hast, 
> denn sonst hätte ich das gleich geschrieben:
> 
> Du hast mich projektschädigendem Verhalten beschuldigt, ich bitte Dich diese 
> Aussage zu überdenken und entsprechend klarzustellen.

Das Ergebnis war objektiv projektschädigend.

Du hast den Vorgang wie folgt geschildert:

"Ich gab also den Rat doch bitte bei uns im Bugtracker eine
Feature-Request zu formulieren, obwohl ich wenig Hoffnung hatte das die
Nutzeriun sich diese Mühe machen würde.

Sie machte sich aber die Mühe (#128278)."

Ich gehe bis auf Weiteres davon aus, dass Dir die Folgen nicht vor den
Augen standen, als Du die Nutzerin animiert hast, einen Featurerequest
zu formulieren.

Du konntest aber objektiv nicht davon ausgehen, dass ein Entwickler
diesen Request im Sinne der Nutzerin bearbeiten würde. Oder hast Du mit
einem Entwickler kommuniziert und ihm dieses Feature "an's Herz gelegt"?

Daher habe ich ja auch geschrieben:

"Damit Du das zukünftig vermeiden kannst, noch ein paar Informationen:"

Es war daher objektiv absehbar, dass die Nutzerin, die sich der Mühe der
Formulierung eines Featurerequest unterzogen hatte, enttäuscht werden würde.

Ich muss leider - ebenfalls bis auf Weiteres - wohl davon ausgehen, dass
Du die Verantwortung hierfür bei dem siehst, der der Nutzerin
geantwortet hat. Du schriebst nämlich:

"2. Wie kann man nur eine solche Antwort geben?"

Ich gebe hierzu folgendes zu bedenken: Einem in englischer Sprache
verfassten Report war ein Screenshot beigefügt, dessen Texte in
deutscher Sprache waren. Man kann und sollte aber nicht davon ausgehen,
dass alle im Projekt der deutschen Sprache mächtig sind.

Ok, man mag die Antwort daher als etwas voreilig ansehen. Was wäre aber
die Alternative gewesen? Hätte oooforum (fr) (offenbar ein Franzose) ein
"need more information" schreiben sollen? Dann hätte er in der Nutzerin
aber nur die Hoffnung auf die Umsetzung ihres Wunsches verstärkt und
damit wohl auch ihre finale Enttäuschung.

> 
> Zum Einen weil es hier um meine Person und meinen Ruf geht, und zwar auch 
> über das Projekt hinaus. 

In fachlicher Hinsicht hast Du bei mir weiterhin einen ausgezeichneten
Ruf. Ich hoffe, ich muss das, was ich hierzu in den vergangenen Tagen
geschrieben habe, nicht wiederholen, um dies zu belegen.

Hervorzuheben ist auch Dein großer Eifer beim Usersupport und
bemerkenswert Deine emotionale Beziehung zu unserem Projekt.

> Zum Zweiten weil es um die Sachfrage geht wie mit Feature-Requests verfahren 
> werden soll.

Mein Vorschlag wäre:

1. Zu überlegen, ob der Wunsch durch eine Extension erfüllt werden kann.
Es war eigentlich schon immer "Politik" im Projekt, Extensions, wenn es
eben geht, insoweit zu bevorzugen, wofür es auch gute Gründe gibt, die
ich Dir sicherlich nicht zu erklären brauche. Das schließt nicht aus,
dass ein Feature, dass durch eine Extension realisiert wurde, "bei
Bewährung" (und brauchbarer Lizenz) dann irgendeinmal auch im Core-Code
landet.

Ein Beispiel ist Loook: Natürlich wäre es schön und nützlich, eine
Volltextsuche in AOO zu haben, die ganze Verzeichnisbäume durchsuchen
kann. Das wurde aber schon zu SUN-Zeiten nicht realisiert. Stattdessen
gibt es ein kleines Python-Programm, welches dieses Feature verwirklicht
und das unabhängig von OOo und AOO (und LO) gepflegt werden kann. Klar
erfüllt es nicht alle Wünsche (beispielweise die Markierung der Funde im
Text), aber es ist wohl ganz brauchbar.

2. In jedem Fall - möglichst mit dem Nutzer zusammen - eine detaillierte
Spezifikation zu erstellen.

3. Zu überlegen, ob man das Feature selbst realisieren kann. Wenn nicht,
dann:

$. Jemanden, der den Wunsch vielleicht so oder so erfüllen könnte, die
Angelegenheit unter Hinweis auf die praktische Bedeutung des erbetenen
Features "ans Herz" zu legen.

Gruß
Michael


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