Stefan Weigel schrieb:
> Hallo Mathias,
> 
> Am 29.10.2010 14:59, schrieb Mathias Bauer:
> 
>> Es kann schon deswegen nicht das gleiche Projekt sein, da
>> es jetzt schon eine unterschiedliche und in Zukunft sicherlich auch
>> noch weiter divergierende Code-Basis hat.
> 
> Das Projekt definiert sich doch nicht über die Technik und den Code.
> Das Projekt definiert sich über sein Ziel, über die Menschen, die
> daran beteiligt sind, und über den Geist, von dem es getragen ist.
> 
> In diesem Sinne ist das, was TDF und LibreOffice heute verkörpern,
> genau das, woran sich Unzählige in der Vergangenheit unter der
> Bezeichnung OpenOffice.org beteiligt haben. In diesem Sinne ist es
> dasselbe Projekt.
> 

In dem Sinne wäre auch Ubuntu das gleiche Projekt wie Debian, Mageia das
gleiche Projekt wie Mandriva. Xorg das gleiche Projekt wie XFree usw..

Fakt ist: Wer forkt, behauptet meistens dem ursprünglichen Geist treu
bleiben zu wollen, die ursprünglichen Ziele auf einem besseren Weg
erreichen zu wollen usw.. Das ist jedem unbenommen.

Fakt ist auch, dass dies meist mehr oder weniger heftige
Abwehrreaktionen bei denen auslöst, die dann als "Abtrünnige" vom
ursprünglichen Geist und den ursprünglichen Zielen diffamiert werden.

Fakt ist ebenso, dass LibreOffice und OpenOffice.org von der
Öffentlichkeit als zwei verschiedene Projekte wahrgenommen werden und
sich LibreOffice durchaus auch als eigenständiges Projekt in der
Öffentlichkeit darstellt.

Fakt ist ebenso, dass es zwei unterschiedliche Produkte gibt, die von
zwei Communities in unterschiedlicher Verfasstheit veröffentlicht werden.

Das Du und andere sich treu bleiben wollen, ist gut und richtig, darf
aber nicht zu einer verzerrten Wahrnehmung und Darstellung der Realität
führen.

Gruß
Michael



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