Lieber Johannes,

Johannes A. Bodwing schrieb:

> 
> Ich denke. Und ich sehe ein Projekt, das sich selbst in die Knie
> schießt. Genau wie seit Jahren.

Bisher habe ich immer gedacht, dass Du vielleicht etwas unglücklich
agierst, Manches vielleicht wirklich nicht verstehst.

Auch konnte ich feststellen, dass Du in einigen, durchaus wichtigen
Punkten Recht hast, was aber leider in der Fülle des von Dir
Dargebotenen etwas unterging.

An der zitierten Stelle habe ich meinen guten Glauben verloren.

OpenOffice.org ist zu einem der erfolgreichsten Projekte Freier Software
 geworden.

Dies kann man nicht nur an der immensen Downloadzahlen, sondern auch an
dem zunehmenden Einsatz in Verwaltungen und Betrieben, aber auch bei
Privaten erkennen.

Es ist neben den Mozilla-Programmen, dem Linux-Kernel und den GNU-Tools
ein Leuchtturmprojekt Freier Software mit einer Ausstrahlung weit über
die Freie-Software-Szene hinaus.

Durch zahlreiche mittelständische Firmen wurde ein erfolgreich
agierendes "Biotop" rund um OpenOffice.org aufgebaut.

Dieser Erfolg zeigt, wie haltlos Deine Aussage ist, das
OpenOffice.org-Projekt schieße sich "seit Jahren" ins Knie.

Das OpenOffice.org-Projekt war als eine Enterprise-Community-Partnership
ohne Vorbild. Dies hat immer wieder zu Schwierigkeiten geführt, denn man
"navigierte in unbekannten Gewässern". Das, was herauskam, nämlich ein
sehr erfolgreiches Produkt, zeigt, dass diese Schwierigkeiten gut
bewältigt worden sind.

Natürlich ist ein Fork nicht schön, zumal, wenn er keine wirklichen
technischen, sondern ideologische Gründe hat und daher so abläuft, wie
er abgelaufen ist.

Aber die Schuld hierfür den Mitgliedern zuzuweisen, die in der Community
verblieben sind, ist absolut deplaziert.

Niemand kann sagen, dass er immer und in jedem Thread das Richtige
geschrieben und immer und überall (aus Sicht ex post, aber auch aus
Sicht ex ante) optimal gehandelt hat.

Von dauernden Schüssen ins Knie durch die Community kann aber wirklich,
auch im Zusammenhang mit der von vielen bewusst herbeigeführten
Spaltung, keine Rede sein.

Wenn Du im OpenOffice.org-Projekt zukünfig freundschaftlich und geachtet
mitarbeiten möchtest, solltest Du hier einmal erheblich "kürzer treten".

Deine Idee, eine Pressemitteilung zur Wahl neuer Coleads zu erarbeiten
und zugleich einen Presseverteiler aufzustellen, ist gut.

Melde Dich (erst) dann wieder, wenn Deine entsprechenden Entwürfe
Alpha-Stadium erreicht haben und als Grundlage für eine fruchtbringende
Diskussion dienen können.

Niemand wird Dich dann ohne Widerspruch Troll nennen können.

Gruß
Michael





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