Hallo Sven,
Sven Hartenstein <[email protected]> writes:
> ich möchte als Neuling gerne das Bone-Layout ausprobieren. Da ich viel
> Control und Alt verwende (insb. in Emacs), möchte ich unbedingt, dass
> die Taste links neben der Leertaste (mit "Alt" beschriftet) Control
> auslöst und die Taste rechts neben der Leertaste (mit "AltGr"
> beschriftet) Alt auslöst. (Ich bin gerne bereit, auf die Bone-Ebenen 4-6
> zu verzichten, wenn es das einfacher macht.)
der einfachste und zuverlässigste Weg, Modifier umzumappen, ist die udev
hwdb-Konfiguration anzupassen. Eine Datei
/etc/udev/hwdb/kb-modifier-remap.hwdb mit folgendem Inhalt sollte das,
was du möchtest, erledigen:
evdev:input:*
KEYBOARD_KEY_700e6=leftalt
KEYBOARD_KEY_700e2=leftctrl
Weitere scancodes kannst du z.B. mit evtest ermitteln. Das Remapping
kann auch nur für bestimmte Tastaturen (z.B. über die USB vendor- und
Produkt-Ids mit evdev:input:b*v258Ap001E*) durchgeführt werden, siehe
auch hwdb(7). Die Adressen dafür kannst du aus /proc/bus/input/devices
entnehmen. Nach einem Reboot sollte das Remapping aktiv sein und
unabhängig von dem konfigurierten Tastaturlayout in der graphischen
Oberfläche und der Linux-Konsole funktionieren.
Das Tastaturlayout entsprechend anzupassen, ist zwar prinzipiell
möglich, aber eher fummelig und nicht so zuverlässig, da manche
Qualitätssoftware gerade bei Modifiern direkt auf die keycodes schaut
und das eingestellte Tastaturlayout ignoriert.
Von xmodmap würde ich grundsätzlich eher die Finger lassen, da es über
die X11 Core API das Tastaturlayout manipuliert und nur eingeschränkt
mit der XKB-Erweiterung kompatibel ist. Spätestens mit Wayland wird das
dann überhaupt nicht mehr funktioren.
Viele Grüße
hrnz
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