On Thu, Feb 26, 2026 at 05:52 PM, Anthony Boynton wrote:

> 
> Could someone cut and paste the whole thing?

Nervenkrieg mit Teheran *Donald Trump hat eine gigantische Streitmacht in den 
Nahen Osten beordert. Iran ist aber nicht chancenlos*

Die USA bringen sich für einen Krieg gegen Iran in Stellung. Doch 
Schwachstellen in der Luftverteidigung könnten zum Problem werden – vor allem 
für einen engen Verbündeten der Amerikaner.

Von *Oliver Imhof* ( 
https://archive.fo/o/sqrGk/https:/www.spiegel.de/impressum/autor-6d1c3916-1b4e-4a2f-9c41-8339ea5fd25a
 )

26.02.2026, 11.16 Uhr

US-Flugzeugträger

Foto: Karolina A. Martinez / AFP

Zu Beginn des sogenannten Zwölftagekriegs zwischen Israel und Iran im 
vergangenen Juni waren zunächst spektakuläre Bilder über Tel Aviv und anderen 
Städten zu sehen: Die Lichter am Nachthimmel stammten nicht von Kometen, 
sondern von iranischen Raketen, die von der israelischen Luftverteidigung 
abgeschossen wurden.

Anfangs gelang es Israel noch, bis zu 90 Prozent der iranischen Geschosse ( 
https://archive.fo/o/sqrGk/https:/www.jpost.com/israel-news/defense-news/article-857892
 ) abzufangen. Gegen Ende des Krieges sollen dem Land und seinem engen 
Verbündeten, den USA, die Flugabwehrraketen ausgegangen sein – mit Folgen für 
das Militär und die Zivilbevölkerung. Mehrere Wohnhäuser wurden zerstört.

Die Nato krankt schon seit Beginn des Ukrainekriegs an einem Mangel an 
geeigneten Abfangraketen. Seine Armeen hatten es jahrelang mit Feinden ohne 
nennenswerte Luftwaffen und Raketenprogramme zu tun,
weswegen Rüstungsfirmen in den USA und Europa die Produktion drosselten. Selbst 
Israel, das sich in einem deutlich schwierigeren Umfeld behaupten muss, 
produziert nicht genügend Raketen.

*Teure Raketenabwehr*

Besonders die Abwehr von ballistischen Raketen ist kostspielig, weswegen manche 
Militärs lieber auf Abschreckung als auf Verteidigung zählen: Sie setzen lieber 
selbst ballistische Raketen oder Marschflugkörper ein, um ein entsprechendes 
Drohszenario aufzubauen.

US-Soldaten trainieren den Einsatz des Thaad-Systems

Foto: ABACAPRESS / IMAGO

Der Preis einer israelischen Arrow-3-Abfangrakete liegt bei etwa drei Millionen 
Euro. Eine amerikanische SM-3, die schon gegen Huthis und im Zwölftagekrieg im 
Einsatz war, kommt sogar je nach Variante auf 24 Millionen Euro. Damit dürften 
sie den Stückpreis einer iranischen ballistischen Rakete wohl deutlich 
übertreffen. Sie sollen je nach Modell etwa eine Million Euro kosten.

*Reichweiten iranischer Mittelstreckenraketen*

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*S* Quelle: AFP

Nicht nur der Zwölftagekrieg, auch die Luft- und Seeeinsätze der Amerikaner 
gegen die Huthis im Jemen reduzierten ihre Bestände. Die Amerikaner verfeuerten 
bei ihrer Mission im Jemen wohl etwa 200 Raketen vom Typ SM-2 und SM-6 ( 
https://archive.fo/o/sqrGk/https:/www.csis.org/analysis/depleting-missile-defense-interceptor-inventory%23h2-revisiting-sm-3-interceptor-issues
 ) , die wie das THAAD (Terminal High Altitude Area Defense) zum 
fortschrittlichsten Gerät im Arsenal Washingtons gehören. Sie können auch 
modernste ballistische Raketen abfangen. Das Pentagon beschafft jährlich nur 
etwa 100 Stück der SM-6. Noch schlechter sieht es bei THAAD aus. Vom relativ 
neuen System wurden im Zwölftagekrieg offenbar um die 20 Prozent ( 
https://archive.fo/o/sqrGk/https:/www.csis.org/analysis/depleting-missile-defense-interceptor-inventory%23h2-revisiting-sm-3-interceptor-issues
 ) der Raketenbestände insgesamt verschossen.

Für Israel, aber auch die Amerikaner, könnte der Mangel zum Problem im Falle 
eines längeren Krieges mit Iran werden. Die Iraner sollen vor dem Krieg im 
vergangenen Jahr etwa 2000 ballistische Raketen ( 
https://archive.fo/o/sqrGk/https:/www.spiegel.de/ausland/iran-wie-teheran-sein-raketenprogramm-wieder-hochruestet-a-a4dcf607-bd31-40ca-a32d-97eaa9ef7f0a
 ) besessen haben. Um die 500 haben sie wohl verschossen. Wie viele Israel 
zerstört hat, ist unklar. Es dürften aber noch genug Raketen vorhanden sein, um 
israelische Städte oder amerikanische Stützpunkte in der Region zu treffen.

*Bedenken im Pentagon*

Teheran bieten sich dabei neue Optionen. Amerikanische Einheiten befinden sich 
deutlich näher an Iran als an Israel. Deswegen kann das Regime auch solche 
Raketen verwenden, deren Reichweite bisher zu kurz war. Es könnte auch 
Antischiffsraketen gegen die amerikanische Marine einsetzen.

Iran produziert seine ballistischen Raketen zwar selbst, hat aber zuletzt auch 
in China nach weitreichenderen Waffen angefragt. Laut einer Recherche von » 
Reuters ( 
https://archive.fo/o/sqrGk/https:/www.reuters.com/world/china/iran-nears-deal-buy-supersonic-anti-ship-missiles-china-2026-02-24/
 ) « soll Teheran kurz davor sein, Raketen vom Typ CM-302 von Peking zu 
erwerben. Bei diesem Modell handelt es sich um eine Exportvariante der YJ-12, 
die auf eine Reichweite von etwa 290 Kilometern kommen soll. Sie kann im 
Gegensatz zu iranischen Modellen mit Überschallgeschwindigkeit fliegen und ist 
damit schwerer für die Flugabwehr amerikanischer Schiffe zu erreichen. Verkauft 
China die Raketen, würde es damit jedoch das Uno-Waffenembargo gegen Iran 
verletzen.

*Mehr zum Thema*

· *Treffen in Genf: USA und Iran verhandeln, aber sie rüsten auch für den 
Krieg* Von Bernhard Zand ** ( 
https://archive.fo/o/sqrGk/https:/www.spiegel.de/ausland/iran-und-usa-verhandeln-aber-sie-ruesten-auch-fuer-den-krieg-a-b9d68fa0-abe2-4b18-960e-79cc0a5b47bf
 )

( 
https://archive.fo/o/sqrGk/https:/www.spiegel.de/ausland/iran-und-usa-verhandeln-aber-sie-ruesten-auch-fuer-den-krieg-a-b9d68fa0-abe2-4b18-960e-79cc0a5b47bf
 )

· *Größter Aufmarsch seit dem Golfkrieg: Schiffe, Bomber, Tomahawks – so 
bereiten die USA einen Angriff auf Iran vor* Von Oliver Imhof ** ( 
https://archive.fo/o/sqrGk/https:/www.spiegel.de/ausland/iran-der-aufmarsch-der-us-armee-geht-weiter-kommt-es-zum-angriff-a-ccd915bc-8843-4509-bd85-842b633b528d
 )

( 
https://archive.fo/o/sqrGk/https:/www.spiegel.de/ausland/iran-der-aufmarsch-der-us-armee-geht-weiter-kommt-es-zum-angriff-a-ccd915bc-8843-4509-bd85-842b633b528d
 )

Im Pentagon gibt es aktuell offenbar noch Vorbehalte gegenüber einem möglichen 
Angriff auf Iran. Die » Washington Post ( 
https://archive.fo/o/sqrGk/https:/www.washingtonpost.com/national-security/2026/02/23/dan-caine-iran-risk-trump/
 ) « berichtete zuletzt, dass der Vorsitzende des Generalstabs der Vereinigten 
Staaten Dan Caine Präsident Trump gegenüber Bedenken geäußert hätte. Offenbar 
steht Caine einer möglichen Operation gegen Iran derzeit kritisch gegenüber – 
und begründete dies wohl auch mit dem Mangel an Flugabwehrraketen.

Sollten sich die USA für einen Einsatz entscheiden, dürften sie versuchen, so 
schnell wie möglich Irans Raketenarsenal zu dezimieren. Teheran ist sich seiner 
schwachen Flugabwehr bewusst und setzt deswegen auf eine passive Verteidigung. 
Die Raketenlager des Regimes sind dezentral über das Land verstreut. Sie lagern 
häufig tief in Bergen, weshalb die Amerikaner bunkerbrechende Raketen einsetzen 
müssten, um sie zu zerstören. Allerdings sind auch die extrem kostspielig.


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