Lutoma schrieb: > Hej, > > On 10/11/2013 02:05 PM, Sebi wrote: > > Ich Zitiere aus https://junge-piraten.de/wir/unser-leitbild/ > > > > "...Wir haben keine Quoten in Bezug auf [...] Geschlecht...". > > Der Status quo ist ein schlechtes Argument, den Status quo nicht zu > verändern.
Der Status Quo kommt nicht von ungefähr sondern ist momentan verbriefter Konsens der Jungen Piraten, die als Organisation jedwede Diskriminierung strikt ablehnen. Sei es aufgrund der Herkunft, Religion, sexuelle Orientierung, Behinderung, Alter, Beruf oder eben des Geschlechts. Es hat durchaus berechtigte Gründe, dass diese Formulierung überhaupt erst aufgenommen wurde und würde sie wieder zur Debatte stehen, würde ich sie genau in der Form wieder bestätigen. > Ich denke es sollte klar sein, dass die momentane Situation > nicht unproblematisch ist, Worin genau besteht dein Problem? Was ist die momentane Situation, und was genau stört dich daran? > und ich fände es gut, wenn wir zumindest eine > potentielle Minderung des Problems einmal zumindest testweise anwenden. > Das kann ja auch gerne mit Limitierung auf Zeit sein. Wenn du das Problem explizierst, dann können wir gerne über Lösungsmöglichkeiten sprechen. Von all den möglichen Lösungen denke ich aber, dass die der Quote unzureichend ist. Sie festigt einerseits die Geschlechterbinärität, die ich gerne überwinden möchte. Zum anderen schafft sie neue Probleme. Was ist bspw. mit einem "Mann", der sich als "Frau" fühlt? Anrecht auf Quotenplatz? Zumal die Piraten für eine Abschaffung der Erfassung des Merkmals "Geschlecht" stehen. Ich empfinde es als diametral gegenläufig, bei den JuPis die Erfassung des Merkmals nicht nur zu fördern, sondern gar als Kriterium für die Besetzung eines Postens zu machen. Zumal das Merkmal keine Aussage darüber macht, inwieweit die Person für den Posten geeignet ist oder nicht. Des weiteren verfälscht eine Quote die Darstellung der Zustimmung der einzelnen Kandidaten. Nehmen wir bei der letzten Vorstandswahl das Beispiel der Wahl von Claudia und Paul zum stellvertretenden Vorsitz[1]: Paul Meyer-Dunker: 30 Stimmen, 53,44 % Lukas Martini: 26 Stimmen, 45,83 % Claudia Jonda: 46 Stimmen, 81,05 % 3 Enthaltungen, 5,17 % Claudia hat sich mit 81% weit, weit, weit gegenüber den "männlichen" Kandidaten abgesetzt. Ganz ohne Quote. Wäre der Posten quotiert gewesen, wäre sie in einer unabhängigen Wahl wohl allein angetreten ganz ohne Konkurrenz. Anschließend hätten Lukas und Paul eine Kampfabstimmung gemacht. Dass Claudia ohnehin die 1. Wahl der Versammlung gewesen war, wäre verloren gegangen. Die Quote hätte geradezu erst Vorwürfe erlaubt, dass sie nur aufgrund ihres Geschlechts in den Vorstand gekommen wäre. Ein ähnliches Bild bietet sich auch bei der Wahl der Beisitzer[1]: Lukas Martini: 30 Stimmen, 62,5 % Chiara Tummeley: 40 Stimmen, 83,33% 10 Enthaltungen, 20,83 % Insofern frage ich mich ernsthaft, was genau das Problem darstellen soll, welches mit der Quote gelöst werden muss. [1]: https://wiki.junge-piraten.de/wiki/Bundesmitgliederversammlung_2013.Q1/Protokoll#Vorstandswahlen -- /"\ Junge Piraten orga Mailingliste \ / Strukturdebatten X / \ https://ucp.junge-piraten.de/
