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und. Institut - 25.10.2011 Leicht auftreten. Unterwegs zu einer anderen Welt Neues Buch von Hildegard Kurt Hamburg, 25.10.2011 - Nach dem Essayband 'Wachsen! Über das Geistige in der Nachhaltigkeit' [1] (Mayer, 2010) der Kulturwissenschaftlerin Hildegard Kurt ist nun ihr neues Buch 'Leicht auftreten. Unterwegs zu einer anderen Welt. Ein Tagebuch' [2] (VAS-Verlag) erschienen. 'Leicht auftreten' dokumentiert ein Experiment. Auslöser dafür war das Desaster des UN-Klimagipfels 2009 in Kopenhagen. Wenn die internationale Politik sich bei der Bewältigung der großen Aufgaben und Krisen unserer Zeit als unfähig erweist, ist es dann sinnlos, als einzelne etwas verändern zu wollen? Von dieser Frage aus beschloss die Autorin, ein Jahr lang in der eigenen Lebenspraxis zu experimentieren: Wie lassen sich Gewohnheiten ändern? Was sind Voraussetzungen, Hemmnisse und Perspektiven auf dem Weg hin zu zukunftsfähigen Lebensweisen? Wo gibt es Ressourcen für ein veränderndes Verhalten, die vielleicht nur darauf warten, wahrgenommen zu werden? Das alles sind zentrale Fragen für die Verwirklichung gesellschaftlicher Nachhaltigkeit. Doch werden diese Fragen hier nicht auf der Ebene von Fachwissen und Appellen bewegt. Sie impulsieren vielmehr einen Suchprozess auf einer tieferen Ebene, den die Autorin mit Denkern, Künstlern und Aktivisten wie Joseph Beuys, Ernst F. Schumacher oder Vandana Shiva als die gestalterische, schöpferische Dimension des Daseins ansieht. 'Leicht auftreten' macht ein solches Suchen und Experimentieren als spannenden, bereichernden Prozess erkennbar. Zu den Schwerpunkten dabei zählt das Wandern - eine Winterwanderung auf dem so genannten Bonifatiusweg von Mainz nach Fulda. Wandern ist "leicht auftreten" par excellence. Doch lassen sich die Aufzeichnungen dazu auch als Erfahrungsbericht darüber lesen, was es bedeuten kann, in einer völlig alltäglichen Umgebung einmal neue Wege zu gehen. Wandernd kann man sich darin bewandern, scheinbar Vertrautes neu zu entdecken. Einen zweiten Schwerpunkt bildet der Entschluss, die eigene nicht-nachhaltige Wohnsituation zu verändern. Aus ihrer Innensicht als Genossin dokumentiert die Autorin, wie eine neuartige Wohnungsbaugenossenschaft, die Initiative Möckernkiez, versucht, für rund 1000 Menschen mitten in Berlin unter den Gesetzen des Kapitalismus die Vision eines gemeinschaftlichen, ökologischen Wohnens zu verwirklichen. Zum Leitmotiv für das gesamte Buch wird das Thema Resilienz: Wie lässt sich jene Widerstandskraft oder "Zähigkeit der Seele" finden, die befähigt, das Leben mit seinen beängstigenden Unwägbarkeiten nicht nur zu fristen, sondern ihm Schönheit, Freude und Würde abzugewinnen? Infolge des Knappwerdens von Öl, andere Rohstoffe sowie des Klimawandels ist derzeit auch im Blick auf Kommunen und Regionen immer häufiger von Resilienz die Rede. Nicht nur die Akteure der Transition-Town-Bewegung arbeiten inzwischen lieber mit diesem Begriff und Ansatz als mit dem der Nachhaltigkeit. Denn die Dinge unter dem Gesichtspunkt lokaler "Selbstheilung" zu betrachten, setze mehr Kreativität und Initiative frei. Was hat es damit auf sich? Auch solchen Fragen geht 'Leicht auftreten' nach. 'Leicht auftreten' enthält eine Fülle kleiner Strategien, die helfen selbst den eigenen Weg hin zu einer anderen, wünschenswerten Welt mutig und wach zu erkunden. Die Pointe dieser Strategien ist, dass sie nicht moralisch sind. Das Buch ermuntert dazu, was immer einem begegnet, ob im Kleinen oder Großen, im Persönlichen oder Globalen, als Werkstoff zu betrachten, der in einer bestimmten Gestaltung vorliegt - und daher vom Prinzip her auch anders, neu gestaltet werden kann. Hildegard Kurt, die auch praktisch auf dem Feld der Sozialen Plastik (Joseph Beuys) tätig ist, erforscht: Auf welchen Wegen wird es möglich, jenseits von Geboten, Appellen und Vorsätzen die gesamte Lebenspraxis als eine Werkstatt zu betrachten, worin wir alle zu Künstlerinnen und Künstlern von der Art werden können, wie die Welt sie jetzt braucht. Dabei besticht dieses Buch durch die Kraft seiner Reflexion und seine lebendige, immer wieder auch poetische Sprache. Zur Autorin Hildegard Kurt, promovierte Kulturwissenschaftlerin, hat im internationalen Kontext Pionierarbeit zur Verbindung von Kunst, Kultur und Nachhaltigkeit geleistet. Sie ist Mitbegründerin des "und. Institut für Kunst, Kultur und Zukunftsfähigkeit (und.Institut)", dessen Berliner Büro sie leitet. -- und. Institut für Kunst, Kultur und Zukunftsfähigkeit e.V. Horst Berger Große Brunnenstraße 39a Fon +49 (0)40 853 22 704 Fax +49 (0)40 432 52 188 E-Mail: [email protected] Weitere Informationen finden Sie unter: www.und-institut.de www.hildegard-kurt.de Das und. Institut für Kunst, Kultur und Zukunftsfähigkeit (und.Institut) wurde 2004 als gemeinnütziger Verein gegründet. Standorte sind Berlin, Frankfurt und Hamburg. Es initiiert, konzipiert und organisiert interdisziplinäre Kooperationen mit Partnern aus Kunst und Kultur, der Wissenschaft, der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft. ----------------------------------------------------------------------- LINKS [Red.] [1] http://www.socialnet.de/rezensionen/10369.php [2] http://www.vasverlag.de/product_info.php?info=p387.html _______________________________________________________________________ ++ Weitergeleitet durch DNR Redaktionsbüro Fachverteiler ++ Bitte entschuldigen Sie doppelte und unverlangte Sendungen ++ Bitte ggf. in eigener Organisation weiterleiten ++ Fachverteiler abbestellen: mailto:[email protected]?subject=keine-mails ++ Veröffentlichungsrechte bei den AutorInnen ++ Bitte insbesondere nicht auf Webseiten stellen ++ Weitere Umwelt-Infodienste: www.dnr.de/umweltinfo ++ Umweltpolitische Monatszeitschrift: www.dnr.de/umwelt-aktuell ++ Bitte prüfen Sie, ob diese E-Mail wirklich ausgedruckt werden muss. 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