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Andreas Broeckmann
Fuer eine neue Maschinen-Kunst. Ein Versuch

Mittwoch, 05. April 06
19h30 im Moerike-Kabinett

Stadtbuecherei Stuttgart
Wilhelmspalais
Konrad-Adenauerstr. 2


Der Einsatz elektronischer Medien und digitaler Technologien ist im Laufe des letzten Jahrzehnts für weite Teile der Gegenwartskunst selbstverständlich geworden. Video-Installationen sind aus den Biennalen und Kunstgalerien heute ebenso wenig weg zu denken wie interaktive Medieninstallationen aus dem öffentlichen Raum. Diese Durchdringung wirkt sich auch auf die Art und Weise aus, auf die ästhetische Begriffe wie 'Bild', 'Prozessualität' oder 'Performance' heute neu gedacht werden. Neuere Definitionen dieser Begriffe, die in Bezug auf eine digitale Ästhetik entwickelt worden sind, färben zunehmend ab auf das Verständnis von künstlerischer Praxis allgemein - ein Hinweis darauf, dass digitale Technologien zumindest in einigen gesellschaftlichen Bereichen tatsächlich prägend werden für unsere Kultur. Während auf diese Weise immer mehr historische Kunstwerke als 'Medienkunst' lesbar werden - man denke z.B. an die Gemälde Jan Vermeers oder Claude Monets -, wird auch die künstlerische Auseinandersetzung mit den 'maschinischen' Aspekten des Technologischen als kunsttheoretische Besonderheit sichtbar. Eine 'Ästhetik des Maschinischen' müßte sich mit den ästhetischen Charakteristika der Begegnung des Menschen mit der Technologie beschäftigen, die uns in der Kunst als Autonomes, Fremdes, vielleicht Sublimes entgegentritt. Der Vortrag unternimmt den Versuch, den Begriff der 'Maschinen-Kunst' in diesem Sinne neu zur Diskussion zu stellen.


Andreas Broeckmann,
lebt und arbeitet in Berlin. Seit Herbst 2000 ist er Künstlerischer Leiter der 'transmediale - festival fuer kunst und digitale kultur' Berlin. Seit 2005 ist er einer von drei Leitern von 'Tesla', dem Zentrum fuer Kunst und Medien im Podewils'schen Palais. Broeckmann hat Kunstgeschichte, Soziologie und Medienwissenschaft studiert und promovierte 1995 an der University of East Anglia, Norwich/UK, mit einer Arbeit ueber die Verwendung von Portraitphotographie in den Humanwissenschaften des 19. Jahrhunderts. Broeckmann ist Mitglied im Beirat Bildende Kunst des Goethe Instituts, moderiert die Medienliste Spectre und ist Mitbegruender des Berliner mikro e.V. und des European Cultural Backbone, einem Netzwerk europ. Medienkulturzentren. In Seminaren, kuratorischen Projekten und Texten behandelt Broeckmann Kunst durch Medien, digitale Kultur, und die Möglichkeiten einer 'maschinischen' Aesthetik der Medienkunst.

http://www.transmediale.de


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