Montag, 8. März, Dienstag, 9. März, 10.00
Freiraum Leerstellen
Vorträge und Diskussion

In Ballungszentren ist der Bedarf nach Freiräumen in den letzten  
Jahrzehnten massiv gestiegen. Deshalb hat die kunstschule.at für die  
heurige Projektwoche das Thema "Freiraum Leerstellen" ausgewählt. Die  
gemeinsame Nutzung des Schulhauses in der Lazarttgasse mit der  
künstlerischen Volkshochschule führte und führt immer wieder zu  
Konflikten, Raumnot stellt daher ein permanentes Problem der Schule  
dar. Die Sehnsucht nach mehr Raum sensibilisiert den Blick auf die  
Stadt, auf leer stehende Lokale, Industrieanlagen, Mietshäuser und  
führt zu der Frage, wieso diese Räume nicht genutzt werden.

Montag, 8.März
10.00 Dieter Schrage, Kurator, Kulturwissenschafter
11.00 Alexander Scheer, Wohnrecht
12.00 Jutta Kleedorfer, Projektkoordination für Mehrfachnutzung, MA18
14.00 Barbara Jeitler, Gebietsbetreuung Stadterneuerung 16. Bezirk
15.00 Gartenpolylog, österreichisches Netzwerk interkultureller  
Gemeinschaftsgärten

Dienstag, 9.März
10.00  Sissa Micheli, Aspekte der Zwischennutzung anhand von  
Beispielen aus Wien
10.00  MIK, Moblie Initiative Kultur/Mission Ignition Kagran  
(Genochmarkt Kagran)
13.00  Kampolerta, Netzwerk zur ungewöhnlichen Nutzung von öffentlichen Raum
14.00  Filmprogramm

Eine Veranstaltung der kunstschule.at



Mittwoch, 10. März, 19.00
Die Jüdischnationale Partei 1906 ?1938
Vortrag

Bei den ersten Wahlen in der Republik im Jahr 1919 erzielte die  
Jüdischnationale Partei ein Mandat im österreichischen Nationalrat und  
drei Mandate im Wiener Gemeinderat. Im Mittelpunkt jüdischnationaler  
Politik standen die Forderungen nach Gleichberechtigung der JüdInnen  
und ihrer Anerkennung als Nation sowie die Schaffung eines  
Judenstaates in Palästina / Eretz Israel. 90 Jahre danach liegt nun  
eine Publikation über die Jüdischnationale Partei vor, die erstmals  
eine Gesamtdarstellung ihrer Geschichte in Österreich bietet. Die  
Ergebnisse der umfangreichen wissenschaftlichen Forschungen dieses  
Bandes gehen über konkrete jüdischnationale Politik hinaus und machen  
einen lange ignorierten Teil jüdischer Lebensentwürfe sichtbar.

Dieter J. Hecht, Historiker und Herausgeber

Dieter J. Hecht (Hg.): Die Jüdischnationale Partei in Österreich 1906  
?1938. In: Chilufim. Zeitschrift für Jüdische Kulturgeschichte 7/09.

In Kooperation mit dem Gedenkdienst, zum 150. Geburtstag von Theodor Herzl.




Donnerstag, 11. März bis Samstag, 13. März
Negative Sozialphilosophie
Symposion

Einerseits ist es plausibel, die Aufhebung, Entschärfung oder Regelung  
von Phänomenen negativer Sozialität anzustreben; andererseits kann  
argumentiert werden, dass Gemeinschaften und Gesellschaften mit  
unaufhebbarem Widerstreit, innerem Konflikt oder dem sogenannten  
?Unvernehmen? leben müssen. Die Tagung unternimmt den Versuch, diese  
negativen Erfahrungennicht nicht von vornherein als Mangelphänomene zu  
beschreiben, sondern sie aus einer sozial- und kulturphilosophischen  
Perspektive näher zu untersuchenund damit auch gängige Konzepte des  
Sozialen einer grundlegenden Revision zu unterziehen.


Donnerstag, 11. März
15.30   Begrüßung: Thomas Hübel, Institut für Wissenschaft und Kunst
Einführung: Burkhard Liebsch, Universität Bochum

16.00  Grenzen eines dialektischen Negativismus
Zum Konzept einer negativistischen Sozialphilosophie
Burkhard Liebsch, Universität Bochum

17.15  Antagonismus
Oliver Marchart, Soziologisches Seminar der Universität Luzern



Freitag, 12. März
9.00  Alterität
Zur leeren Mitte der Kommunikation
Andreas Hetzel, Darmstadt

10.15  Schweigen
Zum Zentrum von Kafkas sozialer Welt
Tobias Klass, Philosophisches Seminar der Universität Wuppertal Wuppertal

11.30   Entfremdung
Unheimliche Seiten des Arbeitens
Andreas Oberprantacher,  Institut für Philosophie der Universität Innsbruck

12.45  Mittagspause

14.00 Indifferenz
Ontologische Struktur, anthropologisches Faktum oder  
geschichtlich-gesellschaftliche Entwicklung?
Sophie Loidolt, Philosophie, Universitäten Wien und Klagenfurt

15.15  Widerstand
Zwischen pathischer Negation und negativer Aktion
Hans Rainer Sepp , Humanwissenschaftliche Fakultät der Karls-Universität Prag

16.30  Pause

16.45  Missverständnis
Dialektik und Hermeneutik generativer Verhältnisse
Tatiana Shchyttsova, Philosophie, European Humanities University in Vilnius

18.00  Unterbrechung der Ökonomie - Ökonomie der Unterbrechung
Arthur Boelderl,  Katholisch-theologischen Universität Linz


Samstag, 13. März
9.00  Hass
Haltung des Unversöhnlichen
Sandra Lehmann, Philosophin, Wien

10.15  Willkür
Andreas Niederberger, Institut für Philosophie der Uni Frankfurt am Main

11.45  Rassismus: Zur Phänomenologie leibhaftiger sozialer Inferiorisierung
Michael Staudigl, Philosoph,  Visiting Fellow am IWM, Wien


Eine Veranstaltung vom Institut für Wissenschaft und Kunst
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Depot
Breite Gasse 3
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Das Depot wird vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur  
und der Kulturabteilung der Stadt Wien gefördert.





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