-------- Original-Nachricht --------
Betreff:        Änderung des Wahlverfahrens
Datum:  Tue, 25 Jan 2011 10:56:07 +0000 (GMT)
Von:    DerHexer <[email protected]>
An:     Alice Chodura <[email protected]>



Liebe Leser!

Ich wollte mich für meine Überreaktion entschuldigen; zurzeit geht es 
mir nicht so gut. Ich möchte gerne festhalten, dass ich davon ausgehe, 
dass weder Geschäftsstelle noch Zählkommission etwas Missbräuchliches 
getan haben oder überhaupt die Absicht dazu hatten. Des Weiteren 
verstieß dieses Prozedere nicht gegen unsere Wahlordnungen oder 
Satzungen, die Wahl selbst kann also schwerlich angefochten werden. 
Dennoch scheinen mir einige Türchen unnötigerweise für mögliche 
Manipulation geöffnet worden zu sein. Bedingt wurde dies m. E. durch das 
Versenden der Briefwahlunterlagen an alle Mitglieder, was ja 
erfreulicherweise auch zu einer erhöhten Teilnahme geführt hat. Dass 
dann aber von der Geschäftsstelle, die ja nun wirklich in einen 
Interessenkonflikt treten kann (wogegen ja bisher noch nicht 
argumentiert wurde; auch ein Vier-Augen-Prinzip erscheint mir da wenig 
hilfreich, da alle vier Augen ja im selben Konflikt stehen), die 
Briefumschläge so geöffnet werden, dass sie manipuliert werden 
*könnten*, erscheint mir ein leicht zu umgehendes Übel.

Entweder verfolgt man den Weg, den Hubert vorschlug, also nur Versendung 
der Briefwahlunterlagen an Antragsteller, wer dann doch noch direkt 
wählen will, muss diese offen beim Einlass eintauschen – Nachteil: 
vielleicht wieder geringere Wahlbeteiligung; oder man schickt doch an 
alle Mitglieder die Unterlagen – wer dann direkt abstimmen will, muss 
beim Einlass diese eintauschen oder nur den großen Briefumschlag 
abgeben. In diesem Falle müssten die Briefwahlumschläge bis zum Zählen 
überhaupt gar nicht geöffnet werden, da an jedes Mitglied nur eine 
Wahlunterlage verschickt wurde. Ein Abhaken, wer schon hat und wer 
nicht, ist unnötig. Bliebe nur die Frage offen, was man mit den Leuten 
macht, die ihre Wahlunterlagen verlegt haben. Hier ist mir noch nichts 
wirklich Praktikables eingefallen: Sie bekommen die Stimmzettel, werden 
aber extra markiert, sodass die Zählkommission beim Öffnen der Briefe 
nur darauf achtet, dass diese Namen nicht auch dort noch einmal 
auftauchen? In jedem Falle scheint es mir bei beiden Verfahren keinen 
massiv erhöhten Organisationsaufwand zu geben: Weder müsste eien 
Zählkommission vorher bestimmt werden, noch entstehen bei der 
Mitgliederversammlung viel größere Leerlaufzeiten. Die Anmeldung dürfte 
pro Person vielleicht ein paar Sekunden länger dauern; Gleiches gilt für 
das Öffnen der Briefe. Beides in meinen Augen tragbar, wenn man 
gleichzeitig ein Türchen zu Interessenkonflikt bzw. daraus ergebenden 
möglichem Missbrauch schließt. Dass trotzdem immer und überall irgendwie 
manipuliert werden könnte, steht dem nicht entgegen.

Über Reaktionen würde ich mich freuen, da ich schon gern dies irgendwie 
verankert sehen wöllte. Ob dann ich selbst einen solchen Antrag stellen 
werde, um nicht nur mit leeren Worten hier zu argumentieren, oder ein 
anderer dies planen möchte, sei davon unabhängig.

Liebe Grüße
Martin (DerHexer)



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