On 25.01.2011 19:35, Wikipelz wrote:
> Hallo liebe Mitleser,
> ich persönlich habe aus all den vielen Mails und auch aus dem Diddl-Club
> nirgendwo herausgelesen, dass irgendjemand behauptet hat, dass es einen
> "Betrug" (in diesem Fall besser "Abstimmungsbetrug", wir haben ja nichts
> gewählt) *tatsächlich *gegeben haben soll. Ich habe es aber so verstanden,
> dass eine solche Manipulation *theoretisch *möglich gewesen wäre. Um
> zukünftig ein unaneingreifbares Verfahren zu installieren, bedarf es wohl
> der Abänderung unserer "Wahl- und Abstimmungsordnung".

Ich möchte an dieser Stelle nur kurz darauf hinweisen, dass es kein 
absolut manipulationssicheres System gibt. Es muss immer Kompromisse 
geben, solange Menschen involviert sind. Kompromisse machen auch die für 
Wahlen in Deutschland geltenden Wahlordnungen, das ist völlig ok. 
Letztlich geht es immer darum, die richtige Balance aus Sicherheit, 
Einfachheit und Durchführbarkeit zu finden.

Der konkret kritisierte Schritt in unserem bisherigen Briefwahlprozedere 
ist die Öffnung der Rückumschläge in der Geschäftsstelle statt auf der 
Mitgliederversammlung. Der Zweck dieser vorherigen Öffnung wurde bereits 
erläutert: bei der Anmeldung am Morgen der MV sollen Mitglieder, die 
ihre Stimmzettel nicht dabei haben, Ersatzstimmzettel bekommen können. 
Dazu möchte man wissen, ob sie vielleicht schon per Briefwahl abgestimmt 
haben. Von dieser Möglichkeit haben bei der außerordentlichen 
Mitgliederversammlung am Samstag genau 2 Mitglieder Gebrauch gemacht.

Konsequenterweise wäre nach dem KISS-Prinzip der kleinstmögliche 
Eingriff in unser bewährtes Briefwahlprozedere relevant. Der besteht nun 
darin, einfach das Öffnen der Rückumschläge der Zählkommission zu 
übertragen, und zwar nachdem sie gewählt wurde. Wer seine Stimmzettel 
vergessen hat, bekommt sie dann halt nicht vor Beginn der MV sondern 
später, aber logischerweise vor der Stimmabgabe. Ob diese Zeit 
ausreicht, müsste in der Praxis getestet werden. Wenn wir aber um 10 Uhr 
anfangen und vor der Mittagspause eh nicht zu briefwahlpflichtigen 
Anträgen kommen, hat die Zählkommission theoretisch gute drei Stunden 
Zeit dafür. Das sollte, so denke ich, machbar sein. Mein Vorschlag wäre, 
diese kleine Änderung für die nächste Mitgliederversammlung einfach mal 
auszuprobieren.

Beste Grüße
Sebastian Moleski
Erster Vorsitzender
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