Also meines Erachtens muss nicht unbedingt eine Mehrheit ein Interesse an der 
Entscheidung haben, um mit einbezogen zu werden. Hier geht es ja, wie der Name 
schon sagt, um ein Recht. Dieses kann man wahrnehmen oder auch nicht - aber 
haben sollte man es, damit einem eben diese Moeglichkeit offensteht.

Dass sich Erwachsene haeufig auch nicht in dem Masse fuer Politik 
interessieren, wie hier vermutlich gemeint ist, wurde ja schon gesagt. Ein 
Wahlrecht ist schliesslich auch keine Wahlpflicht - aber im Interesse 
derjenigen, die eben doch mitentscheiden wollen, spielt es imho keine Rolle, ob 
es sich hierbei um eine Minderheit handelt.

Zu politischem Interesse: Natuerlich waere es wuenschenswert, wenn sich 
moeglichst viele Menschen dafuer interessieren, wie ueber sie geherrscht wird. 
Ob es jemals die Mehrheit sein wird - ich weiss es nicht. Insbesondere bei 
hohem Wohlstand habe ich den Eindruck [Achtung, Hypothese, keine Beweise], dass 
sowas eher zurueckgeht; evtl., da ja weniger 'Notwendigkeit' dazu besteht. Aber 
das fuehrt jetzt zu weit.

Meines Erachtens koennte es helfen, realpolitische Themen in der Schule zu 
behandeln. Zumindest bei mir hat das auch zum Interesse beigetragen [wuerde 
mich selbst auch eher als semi-interessiert bezeichnen]. Und selbst wenn nicht, 
sollte es zumindest mal eine Grundinformiertheit schaffen. Darauf, wie 
politische Inhalte in Presse und durch Parteien dargestellt werden, haben wir 
ja erstmal eher weniger Einfluss. Ausser bei den Piraten halt [aber das ist ja 
nicht der einzige Ort, wo Jugendliche sich ggf. ueber Politik/Parteien 
informieren].
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