Es sollte eine aus unserer Sicht eher geringfügige Änderung sein, die
freie Wahl von Schulfächern in der Oberstufe zu ermöglichen. Es gibt
hier natürlich, je nachdem wie stark man das bestehende Schulsystem
umkrempeln möchte, verschiedene Ansätze. Einer davon ist ein modularer
Ansatz, bei dem man eine Pflichtmenge an Unterrichtsfächern belegt. So
kann man beispielsweise bei einem der Ansätze 4-5 Fächer wählen, wobei
der Fachbereich keine Rolle spielt. So gibt man Schülern mit
unterschiedlichen Begabungen und Präferenzen die Möglichkeit, diese
auch auszuleben. Das setzt voraus dass das Bildungssystem grundlegend
verändert wird, denn man kann schwer einfach sagen "wählt aus dem was
da ist 5 Sachen", das greift zu kurz und verkennt das eigentliche
Problem. Eine Verbreiterung der Unterrichtsfächer ist zwingend
erforderlich und auch finanzierbar, denn Lehrstellen in vielen Fächern
würden wegfallen, andere wiederum neu dazukommen. So würde es
beispielsweise in Mathematik sicherlich zu einem Belegungsschwund
kommen, da doch viele Schüler keinen Sinn darin sehen, lineare Algebra
und Stochastik zu lernen, wenn sie dies im späteren Leben nicht weiter
benötigen.

Zum Religionsunterricht: Entweder man bietet in jeder Religion
Unterricht an, oder man verbannt alle Religionen aus der Schule und
bietet Ethik/Philo an. Zweiteres ist praktikabler und sinnvoller.

Sportunterricht sollte entweder freiwillig oder verpflichtend aber
nicht bewertet sein. Eine objektive Leistung kann in einem solchen
Schulfach aus meiner Sicht nicht erfasst werden, Wenn es verpflichtend
und bewertend ist, die Schüler das Fach aber schwänzen, hat man auch
keinen Mehrwehrt.

-- 
Best Regards
Carmelito
http://indoubt.de

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