Prauscher schrieb:
> Das sind gar nicht soo wenige Fälle imho. Wenn ich mich bewerbe mit
> "Organisation XY" als Referenz, dann lässt sich der Personenkreis so weit
> einschränken, dass die Bewerbung nicht mehr Anonym ist.
>
> Überhaupt kann man schlecht Referenzen angeben, die über "Abitur",
> "Mitarbeiter XY" hinausgehen, was eine fachliche Bewertung schwierig macht.
Sehe ich anders. Sofern es sich um eine gewoehnliche Firma handelt, duerfte die
Anonymitaet noch gross genug sein. Zumal es ja auch nicht darum geht, voellig
anonym zu bleiben, sondern eventuell benachteiligende Faktoren nicht sofort
offenzulegen.
In den USA schickt man ja bspw. auch kein Photo bei Bewerbungen mit - dennoch
duerfte es bei vielen Menschen nicht allzu schwierig sein, an ein Bild
ranzukommen. Die Frage ist allerdings, ob sich die Personalabteilung wegen
eines Bildes so eine Muehe macht.
Ich will nicht bestreiten, dass das System Luecken hat. Fuer Befoerderungen
innerhalb einer Firma ist es z.B. voellig nutzlos. Dennoch denke ich, dass es
eine Verbesserung des Status Quo darstellen koennte.
@Lutoma: Was spricht dagegen, deinen GitHub-Account teilzuanonymisieren?
Das Problem ist halt, dass wenn das ganze freiwillig ist, es entweder niemand
nutzt oder nur die, die sich dadurch einen Vorteil versprechen koennten - was
dann gegenueber Arbeitgebern wiederum negativ wirken duerfte. Eben nach dem
Motto "bewirbt sich anonym, hat bestimmt was zu verbergen".
Falls ihr aber einen besseren Vorschlag habt, hoer ich den natuerlich auch
gerne.
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