Am 26.11.2012 um 21:32 schrieb Simon Gauseweg <[email protected]>:
>>> Wenn's der Autorin Spaß macht – bitte. Hauptsache ich muss nicht nochmal
>>> solche Endlosschlangen wie "die/der Protokollant/in" (geht ja noch) bzw.
>>> "der Versammlungsleiter oder die Versammlungsleiterin" stolpern. Es kostet
>>> Platz und damit Übersicht und Zeit.
>> Ernsthaft? Dafug? Die 3 Zeichen die z.B. Versammlungsleiter_in mehr kostet,
>> sind dir zu viel um alle mit anzusprechen?
> Zunächst: In der GO, die ich gelesen habe, wurde ausgeschrieben. Das
> bevorzuge ich in den meisten Fällen, in diesem Falle aber haben die ewigen
> Wiederholungen ("der Protokollant oder die Protokollantin") den Lesefluss
> ziemlich gestört.
>
>>> Ich habe mich ja inzwischen damit abgefunden, dass gewisse Menschen das aus
>>> ideologischen Gründen
>> keine ideologischen Gründe, Sprache wirkt sich extremst auf dein Bewustsein,
>> sei es nur das unterbewusste aus, und da ist es, auch wenn (Achtung
>> Klischeekeule) ja bei den JuPis deutlich mehr männliche als nicht männliche
>> Wesen rumlaufen doch ganz nett alle mit einzubeziehen, ich zum Beispiel
>> fühle mich durch das "generische Maskulinum" nicht immer angesprochen.
>>> unbedingt in Satzungen haben müssen – geschenkt, wenn man Satzungen liest,
>>> hat man nicht selten ein paar Minuten Zeit dafür. Aber in einer
>>> Geschäftsordnung, wo's schnell gehen muss, ist jedes gesparte Zeichen eine
>>> gute Investition.
>> Das dauert nicht länger 2-3 Zeichen mehr zu lesen, was dir höchstens Zeit
>> kostet ist die Irritation und das nachdenken, aber glaube mir, im laufe der
>> Zeit gewöhnt sich nahe zu jede_r dran.
> Richtig. Und diese Irritation stört mich massiv. Noch massiver, da ich sie
> mir aufzwingen lassen muss, wenn ich nicht Moralpredigten auf mich
> einprasseln lassen will. Ich bin jetzt seit einigen Jahren gezwungen, mir
> gegenderte Texte zu Gemüte zu führen, ich werde seit Jahren dazu genötigt,
> selbst hässlich zu schreiben (ja, mich stößt das Schriftbild ab, ich finde es
> unästhetisch, es irritiert mich, es stört mich) und ich habe mich immernoch
> nicht daran gewöhnt. Und, ganz offen, ich will es auch nicht mehr, dazu habe
> ich mich in der Vergangenheit zu oft zu intensiv anfeinden lassen müssen.
Ohhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh ich bin seit dem ich lesen kann gezwungen nahezu
ausschließlich die männliche Form in Texten zu lesen. Weist du, es tut mir
leid, aber manchmal muss man sich auch an neue Dinge gewöhnen. Es würde mich
freuen, wenn das wirklich überall der fall wäre, ist es aber nicht, deshalb
freut es mich eigentlich wenn zumindest JuPis dadrauf achten in Texten
niemanden zu diskriminieren.
>
>>> Ich als männlicher, privilegierter Weißer aber spreche mich aber natürlich
>>> bereits aus Gründen der Besitzstandswahrung für das generische Maskulinum
>>> aus… :/ </sarcasm>
>> Kleiner Tipp, es gibt tatsächlich Menschen denen das wichtig ist, manchmal
>> ist Sakassmus da nicht das angebrachteste
> Kleiner Tipp: Leuten kleine Tipps zu geben wirkt auf diese Leute äußerst oft
> ziemlich belehrend Schrägstrich arrogant.
>
> Ich frage mich aber, was daran jetzt so unangebracht war. Immerhin nehme ich
> lediglich eine oft gebrauchte Replik vorweg.
>
Die halt einfach garnicht so falsch ist. Männer sind in unser Gesellschaft
meist in den Positionen in denen sie Einfluss auf unsere Gesellschaft und ihre
Machtverhältnisse nehmen können
> Schließlich:
>>>>> → Rechtstexte in gegendert sind so absolut hässlich
>>>> How about generisches Femininum?
>> Nicht wirklich besser, blos weil du die jetzt herrschende Form umdrehst, wie
>> wer's mit alle ansprechen z.B. Gendergap
> <opinion type="personal">Sieht hässlich aus.</opinion>
> It's as simple as that. ;)
LG Blumenkind
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