Guten Abend,

aufgrund des außerordentlich interessanten Threads möchte ich noch ein
wenig beitragen ... und gleich noch einen groooßen Dank loswerden,
nämlich an alle (wie Michael), die uns bei der Kommunikation mit
Anwendern unterstützen! Das ist genial!

Am Dienstag, den 10.11.2009, 12:40 +0100 schrieb André Schnabel:
> (zunächst mal - Danke für den Pizzeria-Tipp :) )

Schließe mich gern an - gestern habe ich angefangen ein wenig über die
OOoCon zu bloggen. Ich gebe zu, dass der Inhalt niemanden vom Hocker
werfen wird, aber es sind ja noch ein paar Tage der Konferenz offen...
Immerhin, das gewünschte Pizza-Foto ist dabei.

http://uxopenofficeorg.blogspot.com/ (Englisch)

> Stefan Weigel schrieb:
[...]
> > Anyway. Was ist so schlimm daran, wenn innerhalb und außerhalb von OOo 
> > über ein geplantes neues UI gesprochen wird?
> 
> Eben "ein geplantes UI".
> 
> Insofern: ja - Renaissance "plant" *ein* neues UI, wobei im Moment noch 
> vollkommen offen ist, wie *das* UI aussehen wird. Vom entsprechenden 
> Vortrag habe ich den Eindruck gewonnen, dass im Moment auch der Weg zu 
> einem Neuen Weg noch offen ist. Während es bis vor einigen Monaten 
> aussah, als würde nach einer intensiven Prototypen- und Bewertungsphase 
> eine große Änderung kommen,wurde im Vortrag klargemacht, dass es keinen 
> "Big Bang" geben wird. Eher wird man sich soweit möglich und sinnvoll) 
> schrittweise an eine neue UI annähern.

Okay, ich versuche das mal Schritt für Schritt...

Big Bang: Wie bereits auf der CeBit und beim LinuxTag gesagt, ist ein
"Big Bang" gar nicht erforderlich. Wir stehen derzeit unter keinem
klassischen kommerziellen Druck, bei dem wir mittels der Änderung im
Produkt den Kaufpreis rechtfertigen müssen. Viel besser, ein
schrittweises Umsteigen hilft uns kontinuierliche Verbesserungen
einzubringen. Dies war ansatzweise ja schon in den Prototypen
(Stichwort: Menüleiste) zu sehen.

Prototypen und Bewertungsphase: Die gesammelten Ideen umfassen mehr als
nur das Menükonzept. Dank dieser "Freiheiten" wurde im Team auch klar,
dass Änderungen des Gesamt-Interaktionskonzepts nur dann sinnvoll sind,
wenn wir das heutige Konzept so gut es eben geht verbessern. Das alleine
wird die oben genannten Probleme kaum lösen, aber es besitzt folgende
Vorteile:
      * Wir können damit unsere Methodik testen und verbessern. Die Art
        der Zusammenarbeit und die Nutzung von z. B. Nutzungsstatistiken
        (Usage Data) ist auch für uns noch relativ neu.
      * Wir bringen "kleine" Verbesserungen frühzeitig ins Produkt,
        womit sehr viele Personen profitieren.

Damit ist die Überarbeitung einiger Stellen in der
Benutzungsschnittstelle von OOo 3.x eine notwendige Vorbedingung. Wir
haben während des Vortrags gemerkt, dass dieses Vorgehen noch nicht klar
genug kommuniziert wurde - trotz FAQ und Roadmap. In den nächsten Tagen
wird es höchstwahrscheinlich noch ein Blog-Posting von Frank oder
Andreas dazu geben.

Nach aktuellem Kenntnisstand (meiner einer) werden derzeit die
Verbesserungen für Impress geplant - Ausgangspunkt war eine Anfrage auf
den UX-Mailinglisten sowie bestimmte Issues im IssueTracker. Sobald die
Aufwandsschätzung durch ist, wird Frank die Liste der zu adressierenden
Probleme im Renaissance-Wiki veröffentlichen.


> PS.: Menüs, Symbolleisten oder Tabbed Toolbars (übersetzt: Ribbons) sind 
> nur verschiedene Mittel zum Zweck. Nach meinem Verständnis, geht es 
> Renaissance hauptsächlich darum, dass er Aktionen möglichst einfach und 
> sinnvoll ausführen kann - welches Mittel dazu benutzt wird, ist "nur" 
> eine Seitenbedingung.

Absolut korrekt! Es geht eigentlich nur darum, dass wir die
"bestmögliche Lösung" finden. Dabei wird "beste" ein Kompromiss sein,
der die Wünsche von uns als OOo-Experten, Einsteigern sowie Umsteigern
gleichermaßen berücksichtigt. Aber wie genau das aussieht, das ist offen
- genau wie von Dir beschrieben. Aktuell ist es schwierig genug das /
die Problem(e) richtig zu verstehen :-)

So, der Akku steht jetzt auf 6% Restkapazität - höchste Zeit für das
Klicken auf "Abschicken". Ich hoffe ein paar der Kommentare haben ein
wenig zum Verständnis beigetragen...

Viele Grüße,
Christoph


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