Raphael Bircher schrieb:
>  Am 04.10.10 14:50, schrieb Volker Merschmann:
>> Hallo Raphael,
>>
>> Am 4. Oktober 2010 14:39 schrieb Raphael Bircher<[email protected]>:
>>> Ich kann auch nach dreitägigen anfreundungsversuchen wenig mit
>>> LibreOffice
>>> anfangen. Gründe brauche und möchte ich hier keine nennen. So wie ich
>>> gehört
>>> habe will Oracle das Projekt weiterführen. So ist bleiben also eine
>>> Alternative.
>>>
>>> Ich rechne eigentlich nicht damit, dass sich da ne menge melden, fragen
>>> möchte ich aber dennoch mal.
>>>
>> Und ich denke daß Deine Fragestellung nicht richtig ist.
>> Es steht doch jedem frei sich in beiden Projekten zu betätigen, das
>> werden die meisten Leute wohl auch tun. Wo man dann seine Schwerpunkte
>> setzt bleibt dann jedem selbst überlassen.
> 
> Richtig, allerdings verstehe ich nicht, aus welchem Grund man bei beiden
> Projekten bleiben möchte, wenn doch das OOo Projekt so schlecht sein
> soll, und Oracle alles ausbremst. Oder ist es etwa doch nicht so schlimm?
> 

Hallo Raphael,

Du hast das Talent, manchmal die Geduld der Leute arg zu strapazieren.

Wie ist derzeit die Situation?

OpenOffice.org nähert sich dem Release der 3.3.. Die Phase der
Release-Kandidaten wird demnächst eingeläutet.

Die Foundation ist noch in der Gründungsphase - viele Dinge sind noch zu
klären.

Es wurde eine Version von libreOffice veröffentlicht, die wohl auf der
Beta zur Version 3.3 von OpenOffice.org und auf GO-OO beruht.

Bisher war es so, dass GO-OO auf der Codebasis von OpenOffice.org
"stand" und immer wieder neuen Code von OpenOffice.org integriert hat.

Möglicherweise wird LibreOffice bald wieder verschwinden, weil dem
Wunsche vieler gemäß Oracle der Foundation beitritt, die Markenrechte
auf diese übertragt und man ein Programm mit einem Namen herausgibt. Ob
GO-OO dann eingestellt wird, weiß ich natürlich derzeit nicht.

Wenn Oracle sich nicht der Foundation anschließt und nicht die
Markenrechte überträgt wird es ein OpenOffice.org (und ein Oracle... )
und ein LibreOffice geben.

Wenn die Macher von LibreOffice so verfahren wie die Macher von GO-OO
bisher, ist es höchst sinnvoll weiterhin bei OpenOffice.org
mitzuarbeiten, weil dies LibreOffice praktisch in vollem Umfange zugute
kommt.

Derzeit scheint es das Vernünftigste zu sein, so zu verfahren, denn es
liegt bislang weder eine Erklärung vor, dass man auf den Codezufluss von
OpenOffice.org verzichten will, noch eine Erklärung, dass es zukünftig
von Oracle nur noch proprietäre Versionen geben wird oder dass Oracle
auf die Mitarbeit der Community keinen Wert mehr legt. Der
"Streikaufruf", den ein Hitzkopf verbreitet hat ist daher sinnfrei und
wurde auch von den für die Gründung der Foundation Verantwortlichen
umgehend zurückgewiesen.

Also kann man weiterhin das Eine tun, ohne das Andere lassen zu müssen.

Ich persönlich werde auf den Kommenden Events weiterhin ein
OpenOffice.org-T-Shirt tragen (mit dem guten alten SUN- und OOo-Logo),
denn ein LibreOffice- oder Foundation-T-Shirt habe ich noch garnicht.

Das Vernünftigste, was alle derzeit tun können, ist daher, ihren Beitrag
dazu zu leisten, dass die (OOo-) Version 3.3 möglichst gut und
fehlerfrei wird.

Spaltungsversuche von der einen oder der anderen Seite werden meinen
entschiedenen Widerspruch erfahren.

Wir wollen bekanntlich die beste Office-Suite und alles was dem
zuwiderläuft, wird daher energische Kritik erfahren.

Gruß
Michael


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