Jörg Schmidt schrieb:
> Hallo *,
> 
> michael schrieb:
>> Das sehe ich anders:
>>
>> Wer Leser dieser Zeitschrift ist, kann ja einen Leserbrief mit der
>> Klarstellung schreiben. Wenn da mehrere Leserbriefe eingehen, 
>> werden die
>> Macher schon merken, dass in der OpenOffice.org-Community 
>> noch Leben steckt.
> 
> Ja, nur ist doch das seitens der Zeitschrift garnicht in Abrede gestellt 
> worden (zumindest nicht nach dem was Günter schreibt), sondern nur das Oracle 
> OOo aufgegeben hat und Beides sind doch verschiedene Dinge.
> 
> Ich jedenfalls weiß nicht wie irgendwer aus der Community, oder der 
> allgemeinen Öffentlichkeit, glaubwürdig versichern _könnte_ was Oracle tut, 
> tun will, oder getan hat.

Es gibt Fakten, die in der Community wohlbekannt sind. Diese sprechen
eigentlich für sich. OOo 3.3 wurde soeben releaset. Fehler wurden - auch
von Oracle-Mitarbeiter - zur Behebung für die Version 3.3.1 vorgemerkt.
Es gibt Milestones für die die Version 3.4. Schlicht: Business as Usual.

Es ist nicht bekannt. dass es einen Stellenabbau oder eine sichtbare
Fluktuation geben hätte. Alle vertrauten Personen sind noch da und
arbeiten, soweit ersichtlich, fleißig.

Schlicht: Business as Usual.

Die Erklärung von Oracle zu OOo zu stehen ist auch noch nicht so alt.

Gegenteilige Behauptungen, denen im Übrigen jede sachliche Substanz
fehlt, sind schlicht FUD.

Ich finde nicht alles gut, was Oracle tut, aber das betrifft andere
Projekte. Manches wird auch sauschlecht kommuniziert. Aber wenn wir
Oracle an seinen Taten messen, gibt es nicht den geringsten Anhaltspunkt
dafür, dass Oracle OpenOffice.org nicht die zugesagte Unterstützung gewährt.

Und was Novell bzw. deren Rechtsnachfolger oder Google in sechs Monaten
machen werden, wissen wohl auch nur Insider.

> Also wirklich Sorry, nur es ist doch nun einmal rein sachlich so das es ein 
> OOo-Projekt gibt, in dem Oracle zwar ein sehr wichtiger Beteiligter ist, aber 
> die Existenz des Projektes und die Beteiligung von Oracle am Projekt, 
> verschiedene Dinge sind.

Sehr richtig und wir sind mit dafür verantwortlich, dass das Projekt
nicht nur aus Oracle besteht.

> (Ach und: natürlich könnte Oracle rein formal einseitig das OOo-Projekt 
> dadurch beenden indem der Name "OpenOffice.org" nicht mehr benutzt werden 
> darf, nur finde ich diese Namensfrage ziemlich spitzfindig dafür um allein 
> davon abzuleiten ob ein Projekt exiistiert - kurzum, wenn der Name nicht mehr 
> nutzbar wäre, müßte sich das Projekt anders nennen nur hörte doch deshalb 
> nicht _automatisch_ auf zu existieren (zumindest wäre das meine 
> Interpretation).)

Das ist "Spökenkiekerei". Bisher hat Oracle auch markenrechtlich und
-politisch nichts gemacht, mit dem wir nicht leben könnten.

Und eine Marke ist in der Tat ersetzbar, s. iceweasel, icedove etc..
Problematisch ist das nur für die Leute, die rund um OpenOffice.org
Leistungen anbieten, und ihren Kunden erklären müssten, warum sie
plötzlich "IceOffice"-Support anbieten (müssen). Aber hierfür ist
LibreOffice ja ein guter Testlauf (mit Rückfallmöglichkeit).

>> Eine "offizielle" Stellungnahme von Oracle wäre wohl, was die 
>> Behauptung
>> der Lebendigkeit des Projektes angeht, eher kontraproduktiv. 
> 
> _Ich_ habe eine solche Stellungnahme deshalb auch NICHT angeregt, weswegen 
> ich auch nicht verstehe was Du anders siehst als ich.

Wenn wir gleicher Meinung sind, ist das doch eigentlich ein Grund zur
Freude.

> (ich finde beispielsweise Punkt 2 von Peters Vorschlag schlicht 
> überflüssig/unsinnig weil es ja wohl nicht Aufgabe der Community sein kann 
> Oracle Vorschläge zu seiner Öffentlichkeitsarbeit zu machen, denn die ist 
> allein SAche von Oracle - finde ich.)

Ein guter Rat unter Freunden ist doch wohl doch manchmal sinnvoll.
Sinnlos wäre er erst bei notorischer Beratungsresistenz. (Die sehe ich
nicht.)

>> Das kann
>> die Community glaubwürdiger darstellen.
> 
> Exakt und deshalb war genau das meine Anregung, wobei ich nun gleich auf den 
> Pressesprecher der Community verwies - oder soll ich jetzt zur Diskussion 
> stellen das zukünftig die Öffentlichkeitsarbeit von den QA-Leuten erledigt 
> wird?
> Ich verstehe echt nicht was Du willst und in was Du Widerspruch hast.
> 

Ich bin nur der Meinung, wir sollten nicht alles bei den von uns
Gewählten "abladen", sondern bei Gelegenheit selbst aktiv werden. Ich
gehe 'mal zuversichtlich davon aus, dass wir uns auch hier einig sind.

 So schön es ist, dass es Ansprechpartner gibt, die bestimmte Aufgaben
>> organisieren. Es sind jedoch in erster Linie die 
>> Projektmitglieder, die
>> überlegen sollten, was sie tun können und wollen.
> 
> Ach und Ansprechpartner sind seit wann keine Projektmitglieder mehr? Bzw. 
> gibt es zukünftig spezielle Ansprechpartner für bestimmte Teilbereiche, also 
> dann auch den Pressesprecher bzw. 'Ansprechpartner Marketing', die dann aber 
> wenn ihr Teilbereich gefordert ist nicht aktiv werden dürfen?

Das habe ich so nicht gemeint (s.o.).

> Ich verstehe nicht was Du willst.
> 
>> In einer Gemeinschaft, in der niemand zu etwas gezwungen 
>> werden kann und
>> soll (was auch richtig so ist), muss jeder selbst die 
>> Initiative ergreifen.
> 
> Das "kann", NICHT "muss", jeder tun.

Das "muss" bezog sich auf die Notwendigkeit für die Gemeinschaft. Wenn
keiner Eigeninitiative entfaltet (oder nur wenige), kann man das Projekt
"zumachen".

Ich hoffe, ich habe ein paar Missverständnisse ausgeräumt.

Gruß
Michael




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