Hallo!

Am 2016-04-06 um 23:30 schrieb David Hopfmueller:
On 04/06/2016 12:44 PM, Erich N. Pekarek wrote:

Hi Erich, und danke für die Infos!

Ein alternatives Konzept wäre die Verwendung von je einem separaten VLAN
pro Funk-Device im Bridging Mode und dem vermittelnden OLSR-Router.

Wiese muss es ein separates VLAN pro Antenne sein?

Weil die einzelnen "Antennen" -also Router- im Bridging-Mode nur eine interne IP für Wartungszwecke nützen, und sich sonst wie ein L2-Switch gerieren. Dir wird auch bisher die Option "client isolation" in AirOS und in OpenWRT aufgefallen sein. Diese verhindert, dass Clients eines APs sich gegenseitig sehen. Es geht um denselben Effekt.

OLSR arbeitet auf L3 und ist auf die Adressen angewiesen. Die vorgeschlagene Methode verlagert die IP auf den Port des Endgerätes, während die Bridge (ohne MAC-Filter) alles durchlässt. Würden alle WLAN-Bridges am selben L2-Switch hängen, sind manche Router über mehrere Routen erreichbar. Das ist im lokalen LAN vielleicht kein Problem, bei Funklinks mit unterschiedlicher Bandbreite und wechselhaftem Packet Loss aber schon. Der "falsche" Nachbar könnte benützt werden.

Durch das separate VLAN umgeht man dies, da dies die Broadcast-Domain des VLANs "beschränkt" und dieses untagged über das jeweilige WLAN übertragen wird.

Inwieweit OLSRv2 hier bessere Konzepte bei der Neighbor Discovery nutzt, darüber bin ich noch nicht informiert. Im Moment interessiert es mich wegen anderer Prioritäten auch nicht.


Ein Vorteil dieses Konzepts besteht in der Einsparung der WLAN-seitigen
(v4) IPs, da lediglich die zugehörige VLAN-Schnittstelle die externe IP
erhält, u.z. je eine pro VLAN. Dieses Konzept wird bereits stellenweise
genutzt.

Macht derzeit Sinn, wäre aber mit IPv6 kein Kriterium mehr.
Verwechsle nicht Ursache mit Nebenwirkung - Außerdem: was sollten v6-Adressen auf der Bridge denn bringen? Zudem: es läuft in dieser Konstellation dort ja kein OLSR. Da wie dort ist eine IP oder maximal ein IPv6-Hostnet erforderlich.


Soweit ich Deinen übrigen Schilderungen (und Christophs, per Unicast erhalten) entnehmen kann, empfehlt ihr Antennen im Bridge-Modus in Kombination mit einem OLSR-Router.
Ich empfehle gar nichts, sondern zeige eine potentielle Alternative, wie das FW- Dilemma umgeangen werden kann, auf.
Das Konzept hat mir Bernhard M. nähergebracht.
Kann man machen und ist sicher unproblematisch, was die ganze Firmware-Debatte angeht. Letztendlich bedeutet es aber eine teilweise Kapitulation, da man die Kontrolle über den WLAN-Teil abgibt und auch auf detaillierte Link-Parameter verzichtet.
Das ist die Frage. Wenn mein AirOS-WLAN auf ein VLAN-Interface bridgt und ich einen virtuellen Server, Switch oder sonst was mit OLSR als Gegenstelle nutze, (olsr-mode mesh sollte auf dieser Schnittstelle beibehalten werden), werden die Werte akkurat genug sein - für bisherige Funknetze.

Ich bin mir der aktuellen Problematik von WLAN unter Linux bewusst, aber eine "closed, managed antenna" find ich dann doch zu viel. Von Herstellern wie Ubiquiti wird wohl nicht zu erwarten sein, dass sie ihre Geräte in Zukunft öffnen werden, eher im Gegenteil.
TP-Link hat bereits kurz nach dem ersten Sturm der Entrüstung ein eigenes SDK angekündigt (heise). Offenbar will man den Spagat der Trennung zwischen Radio und OS doch wagen. Vielleicht kommen auch mehr modulare Geräte auf den Markt - sodass man SoC-Modul, Wlan-Modul etc auswechseln kann. Ein signierter Treiber wird dann genügen.

Was aus meiner Sicht derzeit fehlt, ist eine abgesetzte Antenne auf offener Basis.
???
Also via Ethernet + PoE angebunden, allerdings nur minimale HW + SW, um als Bridge zu funktionieren und Treiber-Informationen zu liefern (z.B. via DLEP).
DLEP wird wohl v.a. auf Cisco-HW zu Hause sein, oder?
Kennt jemand ein Projekt in der Richtung?

Zurück zu Mikrotik-RB mit wechselbaren Modulen?
Soekris?
Banana PI Pro/ Orange Pi 2 Pro POE-modden?
USB-WLAN-Sticks modden (bitte nur die, bei denen die Sendeleistung angepasst werden kann), eventuell, wenn sie einen IPEX haben?
an USB-IP denken...
Der Witz an den USB-Sticks ist ja, dass sie ja kein eigenes OS brauchen. Detto: die WLAN-Adapter zum Nachrüsten.


P.S.: @David: Für Adhoc-Multicastrate ist die Anleitung seit 2013 im
alten Wiki

Bin ich inzwischen auch drüber gestolpert. Ich hab die Erfolgsmeldung am Sonntag nur am Rande mitbekommen, Adi weiß mehr dazu.
Wie auch immer RTFM gilt auch für OpenWRT. Allerdings sind die aktuellen Informationen weniger dort als vielmehr in den Bugtrackern zu finden.
Im Zweifel: RTFS.

Servus,
David

SG
Erich

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