Hallo Robert,

ich teile zwar nicht in vollem Umfange die Meinung von Andreas, sondern
eher die von Paul, aber man sollte, wenn man �ber Bed�rfnisse und M�rkte
redet, zuerst die Begriffe kl�ren.

Ich denke Konsumenten besitzen kein Bed�rfnis nach 32 MB oder einer
Mikrowelle, sondern ein Beduerfnis liegt etwas mehr auf der Meta-Ebene.
Ein Produkt hat dann Erfolg wenn es verspricht dieses Beduerfnis besser
zu befriedigen. [Siehe Mail von Axel, leider habe ich meine Mail gerade
fertig geschrieben]

> Beispiel Mikrowelle: Anfangs als Herd fuer faule Hausfrauen
> verschrien, ist sie heute weit verbreitet, ohne dass jemand meckert.
Das Beispiel ist nicht ganz so gut. Die Mikrowelle war eine neue
Technologie, ihre Verbreitung kann durch die Diffusionstheorie super
erkl�rt werden. Das zugrundeliegende Beduerfnis liegt aber wohl eher im
Nutzen einer schnellen Essenzubereitung.

> Beispiel Arbeitsspeicher: Bill Gates sagte mal irgedwann: 4 MB
> reichen bis ins...
Das hat nun wirklich nichts mit Bed�rfnissen zu tun. Hier wurde Politik
seitens der IT-Industrie betrieben. Um zu den Bed�rfnissen
zurueckzukommen: Weshalb entwickelt MS WinCE? Weil eine Kundengruppe
ihren Nutzen bzgl. Kommunikation und Unterst�tzung ihrer Arbeit besser
durch kleinere Geraete wie z.B. das Palm Top [mit 2 MB ;-)] befriedigt
sieht.

>Was ich sagen will ist, wenn man nichts weiterentwickelt und Mut zu
>Experimenten hat, auch wenn die Ergebnisse scheinbar (noch)
>keiner braucht,
Die Konsequenz w�re eine Planung und Entwicklung von Produkten ohne Ziel,
Vision und daher auch ohne absehbare Marktchancen. Ich glaube nicht, dass
Du das meinst.
Die technische Entwicklung mu� die Vision, den Nutzen den Produkte
bringen sollen, mit Leben erf�llen. Mit dem Nutzen ist z.B. nicht die
Spracheingabe gemeint, sondern die kinderleichte bzw. situativ richtige
Bedienung von Hilfsmitteln. [Ich moechte nicht in einem Buero sitzen,
indem 4 Leute etwas verbal in ihren Rechner "tippen".]

noch etwas zu Klaus:
Aber <austauschbar>[IBM mit OS/2?],[Telekom mit BTX?][Steve Jobbs mit
NEXT]</austauschbar> wuerde mit Sicherheit
nicht eine muede Mark in die Entwicklung eines solchen Geraets/Produkts
gesteckt haben, wenn es dafuer keinen Markt gaebe.
WIRKLICH??

Neben dem Zusatznutzen spielen natuerlich noch andere Faktoren eine
Rolle, wie die Wahrnehmung eines Produktes, Psychologische Barrieren
usw...

Thomas

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