Hi!

> >Wenn Du in einem Hosting-Umfeld Servern IPs gibt, moechtest
> >Du verhindern, dass der Kunde, weil er root auf seiner Maschine
> >hat, sich mal die IP des Nachbarn als Alias greift.

> Wie verhinderst Du so etwas unter IPv4?

Noch ist das Problem bei uns im v4 Umfeld nicht akut. Die Maschinen
betreuen wir selbst...

Das wird sich sicher aendern, daher...

> >Dazu kannst Du auf Switch-Ebene mit VLANs usw arbeiten, aber das
> >reicht nicht (so meine theoretische Denke, an der Praxis fehlt's noch).
> Naja, wie Du nun die Rechner aus der gleichen Broadcast-Domain heraus 
> nimmst oder wie Du genau filterst, ist Jacke wie Hose.

Hmm, es laeuft aber darauf hinaus, dass im Housing managed switche
und die entsprechenden Portkosten anfallen. Sigh.

> >Switch, festgebrannte ether/Port-Maps. Dann: Zwei Server, jeder
> >mit /128 fuer sich selbst und /64 fuer virtuelle Server auf
> >der Maschine.
> Warum die /128? Welchen Sinn macht die?

Damit auf dem Router fuer das Webether nicht zig Aliase
eingetragen werden muessen.

> >Ergebnis: Wenn nicht statisch geroutet, koennte ein Rechner
> >jetzt per RA sagen: Das /64 oder eine more-significant-route des 
> >Nachbarn,
> >das schickt Ihr zu mir.
> Das kann er doch auch, wenn Du statisch routest. Wenn auch nur einer 
> der Nachbarn auf RAs lauscht, bist Du sowieso im Gesaess.

Naja, deswegen wuerde ich ja sagen: Do not use RA. Wenn's jemand
trotzdem tut, ist's sein Problem.

> >Bei Dialup bekommen die eh per radius ihre IPs. Die werden den
> >Usern dann auch noch per DHCP usw mitgeteilt, aber das ist eher
> >"Durchreiche".
> Naja, aber der Einwahlkunde bekommt einen /48er-Praefix -- wie vergibt 
> er denn dann ergonomisch die Adressen in seinem Firmennetz?

Das ueberlassen wir ihm selbst. Er muss keinesfalls unseren Mechanismus
verwenden.

> >Und weil ich *das* unrentabel machen moechte, deswegen will ich
> >die Rechner im /32 schoen verteilen.
> Da gibt's nichts mehr unrentabel zu machen. Wenn Du ein /64er von aussen 
> scannen willst, brauchst Du eine Anzahl von Jahren im 
> Milliarden-Bereich bei einem Ping im Millisekunden-Bereich. ;-)

Man wundert sich immer wieder ueber die Kreativitaet der anderen Seite 8-)

> >Das machen wir sowieso, es geht aber darum, die Erfolgsquote von Scans
> >fuer den Scanner niedriger zu machen, so dass es sich fuer ihn
> >einfach nicht lohnt.
> Es lohnt sich auch ohne die Massnahmen nicht. Wenn Du alle paar Jahre in 
> einem Praefix einen Rechner findest, wenn Du das Netz stumpf abscannst, 
> dann kann man das nicht als effizient bezeichnen. Aber die Diskussion 
> ueber den Sinn oder Unsinn von Scans in IPv6-Netzen ist muessig, denn wenn 
> ein Rechner nach aussen hin konsequent geschuetzt wirst, dann ist es 
> schlicht egal, ob er bei einem Scan gefunden wird.

Klar, das ist egal. Mir geht es ja nicht darum, ob er gefunden wird,
sondern darum, dass die Scans aufhoeren sollen 8-)

Scans kosten Geld (Router-Memory, Speicherplatz fuer
Traffic-Accounting, Firewall-Logs, die sich fuellen, Incidents,
die analysiert werden muessen, usw). Wenn aufgrund mangelnder
Erfolge das Grundrauschen an Scans zurueckgeht, habe ich erreicht,
was ich erreichen wollte.

> >Na, wenn ich und Kunden in ihrem Ethernet immer dieselbe relative IP
> >als GW verwenden (z.B. immer die erste oder immer die letzte
> >im Subnetz), dann ist ein Scannen nach genutzten Netzen deutlich
> >einfacher (ein /16 Scan findet in einem /32 SubTLA alle aktiven
> >Ethernetze).
> Und? Ich kann einfach die Gefahr nicht sehen. Wenn das Netz, wie Du ja 
> selber sagst, vernuenftig geschuetzt ist (Firewall, sinnvolle 
> Filterregeln), dann gibt es kein Problem.

Kosten (s.o.).

> >Wenn es nicht trivial ist, die gateway-IPs zu finden, muss der 
> >Angreifer
> >das gesamte /32 scannen, das wird ihm nicht so einfach gelingen.
> Ich sehe den Grund fuer diese Art der Vergabe von IPs nicht, aber das 
> ist Geschmacksache. Wobei ich bleibe, ist: das ist "Security through 
> obscurity". Ein Netz muss auch dann einem Angriff Stand halten, wenn 
> man die Obscurity aussen vor laesst.

Kein Problem damit, aber Du denkst zu sehr vom Ende her,
d.h. ein Scan findet einen Rechner. Ein Scan kostet auch dann
Geld/Zeit/Nerven, wenn er nix findet.

-- 
MfG/Best regards, Kurt Jaeger                                  16 years to go !
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