Hi,

On Sat, May 01, 2004 at 02:13:13PM +0200, Andre Grueneberg wrote:
> Wenn man aber Router hat, die IPv6 k�nnen, sollte IPv6-Forwarding
> effizient umzusetzen sein -- solange man nur den IPv6-Header auswertet.

Das ist bisserl blauaeugig :-)

Die High-End-Ciscos, die z.B. gerade im DFN/WiN eingesetzt werden, machen
IPv4-forwarding auf weitgehend autonom arbeitenden Line-Cards, ohne die
zentrale CPU damit zu belaestigen (die sich um Routingprotokolle usw.
kuemmert).  Die Hardware der sog. "Engine 0" bis "Engine 2" Linecards
hat nicht genug Programm-Speicher, um IPv4 *und* IPv6 zu verarbeiten -
also werden IPv6-Pakete von der Linecard rauf zur zentralen CPU geschoben,
und von dieser verarbeitet.

Die zentrale CPU bringt einerseits mehr Latenz (was aber nicht dramatisch
ist), und andererseits einen *erheblich* geringeren Gesamtdurchsatz.

Bei 'ner Kiste, die sowieso nur eine zentrale CPU hat, und keinerlei
Hardware-Unterstuetzung fuer IPv4, ist obiges natuerlich richtig...

Gert Doering
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