Hallo allerseits,

Pascal Hauck schrieb am 09.03.2009 20:15 Uhr:
Das echte Minuszeichen wird in dieser Diskussion überbewertet – er hat einen 
ausgesprochen kleinen Anwendungsbereich, da er nur für verschriftlichte 
Rechnungen relevant ist. Wer also keine mathematischen Rechnungen 
niederschreibt, benötigt ihn nicht und wer dies häufig macht (ich selbst z.B.), 
benutzt LaTeX und kann das einfache Bindestrichminus nehmen.²

Dieses Argument kann ich als \LaTeX-Nutzer durchaus gut nachvollziehen; und auch in den Unicode-basierten TeX-Varianten wird man im Mathematik-Modus wohl auch weiterhin das hyphen-minus (U+002D) und nicht das echte Minus nutzten. Aber auch Noras Argumentation ist nicht von der Hand zu weisen:

Nora Geißler schrieb am 06.03.2009 18:07 Uhr:
Hier meine Meinung, warum das Minus so wichtig ist:
Das echte Minus ist sinnvoll, wenn man mathematische Formeln ohne Latex und 
Formeleditor verwenden möchte.
c² − b² = a² sieht schicker aus und ist korrekter als c² - b² = a².
Wir können Zeichen wie ∮ Λ ℵ ∜ auf dem Hauptfeld erreichen, aber das korrekte 
Minus nur über den Ziffernblock?

Eigentlich bin ich ja schon glücklich, wenn das Minus überhaupt auf die 
Strichtaste kommt :-)

Und wenn da sowieso noch die 3. Ebene frei ist …

Pascal Hauck schrieb am 09.03.2009 23:34 Uhr:
Am Montag, 9. März 2009 23:16:25 schrieb Hans-Christoph Wirth:
Ich habe das Gefühl, dass sich ein echtes Minus alleine vorkommt, wenn es nicht 
von einem echten Plus begleitet wird.

Ich nehme an und hoffe, dass das nur ein Scherz ist.

Der Satz macht schlichtweg keinen Sinn: Das normale Plus ist das »echte Plus«, da es eben kein »falsches Plus« gibt.

Beim Bindestrich ist die Situation hingegen anders: Da definiert Unicode den »richtigen« Bindestrich und das »richtige« Minus, aber eben auch das »falsche« Ersatzzeichen hyphen-minus, das aber von der Mehrzahl der Anwendungen benutzt bzw. erwartet wird.


Viele Grüße,
Dennis-ſ

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