Pascal Hauck wrote:
> Am Samstag, 4. April 2009 15:19:50 schrieb Dennis Heidsiek:
>> • In TeX ist das kein so großes Problem, da man einem Zeichen eine
>> beliebige Bedeutung zuweisen kann. Von daher wäre dann zwar der
>> Quelltext »falsch«, aber die Ausgabe richtig.
> 
> Ein „falscher“ Quelltext ist nicht tragisch, da die Lesbarkeit – und um die 
> geht es – gegeben ist. Gibt es in TeX einen Unterschied zwischen einem 
> Parallelzeichen und einem Normzeichen?

\show sagt:

l.3 \show \|
> \|=macro:
->\delimiter "026B30D .

l.3 \show \parallel
> \parallel=\mathchar"326B.

Zur Entschlüsselung:
\delimiter sagt, dass das Zeichen ein normales Mathezeichen ist, in der
„kleinen“ Grundform Zeichen 6B aus Schrift 2 wird und in der großen Form
zu Zeichen 0D aus Schrift 3 wird (das dann streckbar ist).

\parallel hingegen ist als \mathchar so definiert, dass es eine Relation
ist (die führende 3), und ebenfalls Zeichen 6B aus Schrift 2.

Unterschied: Spationierung ist anders und \parallel ändert die Größe
nicht. Ergo zwei unterschiedliche Zeichen – wenn auch in der Grundform
gleiches Aussehen!
Hoffe, das hilft. Damit könnte man also das Parallelzeichen mittels
\mathchardef auf "326B setzen und den | vllt. als \active und \let|\|
oder so…

> Idealiter sollten – falls sie sich 
> unterscheiden – beide möglich sein; falls es ohnehin das gleiche ist, besteht 
> überhaupt kein Problem.

Mal wieder eine Zeit lang vor der Auswertung gedrückt,
Gruſs
Arno

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