Hallo,

ich glaube das grundlegende Problem einer Quotendiskussion ist, dass wir
hier nicht über unterschiedliche Quotenmodelle sprechen. Denn: Es gibt
Modelle denene ich zustimmen kann und es gibt Modelle, die ich für
falsch halte.

Wir haben das Glück, dass wir bei den Jupis feministisch sehr weit sind.
Das zeigt sich auch in den Wahlergebnissen und der Anzahl aktiver Frauen
bei uns. Dennoch: Wir können ja mit der Frauenquote bei uns im Verein
sicher nicht zufrieden sein.

Ob durch eine Quote mehr Frauen zu uns kommen? Wohl kaum, aber ein
Männerhaufen schreckt Frauen ab. So wie es uns Männer sicherlich
abschrecken würde in einer Jugendorganisation der Hahn im Korb zu sein.
Die Quote soll lediglich sicherstellen, dass wir nicht "vergessen" Fraue
zu wählen und uns selbst regelmäßig "Druck" machen und uns daran
erinnern. So zeigen wir: Bei uns gibt es Frauen, du bist nicht allein,
mach mit! Wie ich finde ein wichtiges Signal, gerade vor dem
Hintergrund, dass es in allen Parteien/Jugendorganisationen zu wenig
Frauen gibt.

Das die Forderung nach der Erfassung des Geschlechts die Frauenquote
ablehnt sehe ich nicht so. Vielleicht ist ja schon die Forderung falsch?
Außerdem geht es bei manchen Quotenmodellen auch darum, wer sich wie
fühlt. In wieweit das mit Trans* Probleme macht, weiß ich nicht. Dafür
kenne ich mich zu wenig in diesem politischen Feld aus.

Grüße
Norbert

PS: Was wir vor Jahren mal beschlossen haben war vielleicht damals
richtig, muss es jetzt aber nicht mehr sein. Es ist wichtig sich
weiterzuentwickeln und Positionen von damals zu hinterfragen und ggf. zu
ändern.
-- 
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