Hallo. Am Donnerstag, 12. Juni 2008 schrieb Andreas Jacob: > Gilt IMHO nur so lange, wie es noch große weiße Flecken auf der Karte gibt. > Denn das ist ja das Ziel, diese Flecken zu beseitigen. Aber wenn die > Aussagen von dir und Bernd wirklich für die Mehrheit der am Projekt > mitarbeitenden zutreffen sollte, dann haben wir nach Erreichen der > "optischen > Vollständigkeit" ein echtes Problem.
Nein. Es sind nur zweierlei Arten von Arbeit. Entweder ich geh mit dem GPS rum und kann nachher im Optimalfall mehrere Kilometer Wegenetz eintragen oder ich bin ortsansässig und weiß dass die da grade was umbauen und brenne schon auf die Eröffnung, dass ich das neu eintragen kann. Im zweiten Fall geh ich nicht mit der Motivation vor, dass ich weiße Stellen füllen will sondern ist geh mit der Motivation los, diesen Fehler als erster Kartenanbieter dieser Welt beheben zu können. Die Situation wie jetzt grade, dass ich losgehe und bisher nicht erfasste Straßen und Feldwege tracke und diese dann auf 70% der Strecke schon völlig sinnfrei als "road" eingetragen sind, gibt es dann nicht mehr. Eine Umklassifizierung ist doch eher selten, meist wird am Verlauf was geändert und dann lohnt sich das tracken auch. Der Knackpunkt für mich ist: Wenn Änderungen an den Straßen kommen, dann ist die Motivation auf jeden Fall wieder da, denn dann können wir SCHNELLER SEIN als die Big-Player. Und das ist doch Motivation pur. > Die zwei Big Player gehen ja immer von > 10-20% Änderungen pro Jahr im Wegenetz aus. Das mag für die Autobahnen gelten (auch wenn ich das in diesem Größenordnung nicht glaube). Bei uns hier in der Kleinstadt wurde am Verlauf des Wegenetz seit 20 Jahren nichts wesentliches mehr geändert. Ich hab neulich ne Kreuzung zu nem Kreisverkehr gemacht, am Tag nach dem Umbau. Dafür musste ich 20 Kilometer fahren. Sonst habe ich im letzten Jahr in meiner Region genau nichts mitbekommen, was wirklich geändert werden sollte. Bzgl. unserer POIs ändert sich vermutlich mehr (Gaststätten, Briefkästen, Telefonzellen, aber davon war hier ja nicht die Rede), dafür aber an unseren Feldwegen weniger. Ich glaube diese 10% nicht und finde das maßlos übertrieben. > Spätestens 5 Jahre nach > erreichen dieser optischen Vollständigkeit, würden wir also ca. 50% der > Daten des Projektes als veraltet und nicht mehr als die Realität abbildend > einstufen müssen, da ja die Motivation der ungemappten Gebiete weggefallen > ist. Nein, s.o. Fehler schneller zu korrigieren als die Großen ist allemal Motivation genug. Mich demotiviert die Arbeit, mehr "Fehler" von anderen Mappern zu korrigieren als Daten selbst einzutragen. Ach und noch was: Die Luftbilder sind i.d.R. 3-5 Jahre alt. 30-50% der Straßen-Daten darauf sind nach deinem Verständnis also für'n Allerwertesten weil schon lange veraltet. Gruß, Bernd -- Erfahrung heisst garnichts. Man kann eine Sache auch 35 Jahre lang schlecht machen. - Kurt Tucholsky (dt. Schriftsteller)
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