Dieter Schütze wrote:
Klaus Klein schrieb:
Hier unterstellst Du dem Volk eine gemeinsame Bewustseinsebene.
Hier ist wohl eher das Gegenteil der Fall. ;-)
Auch die Aussage das das Volk sich für eine grosse Koalition entschieden
hat, entbehrt für mich jeglicher Grundlage.
Geb ich Dir Recht, allerdings werden hier anscheinend auch alle
Politiker über einen Kamm gescheert wobei es nur Einzelpersonen sind die
etwas ausrasten.
<ueberteibung>
Der Rest der 'gesichtslosen' Mitläufer macht mir aber auch nicht viel mehr
Hoffnung.
</uebertreibung>
Keiner, aber auch wirklich keiner, den ich kenne und mit dem ich mich
über diese Thema unterhalten habe hat sich mit der Abgabe seiner Stimme
für eine grosse Koalition entschieden, noch diese in irgendeiner Art
gewünscht.
Nun das Ergebniss ist so und das Volk hat gewählt und zumindest die Wahl
war wohl noch nicht manipuliert oder willst Du das damit sagen ?
Nein, nur zum Teil. (Da wo diese Wahlcomputer auftauchen) ;-)
Auf meinem Stimmzettel gab es keine Möglichkeit ein Kreuz für oder gegen eine
grosse Koalition zu machen.
Ich (und alle mit denen ich gesprochen habe) habe meine Stimme der Partei
gegeben welcher ich eine Mehrheit gewünscht hätte. Den Ausgang der Wahl konnte
ich auch zu diesem Zeitpunkt nicht vorhersehen. (hätte mir einiges an Kohle
gebracht ;-) )
Somit kann die Bildung/Entscheidung für eine grosse Koalition NICHT dem Volk,
und dementsprechend auch nicht mir, angelastet werden.
Den dummen Spruch "Das Volk hat so entschieden" finde ich in diesem
Zusammenhang für fehl am Platz.
Ich habe das etwas anders verstanden und meine auch das für die Väter
des Grundgesetzes nicht absehbar war das im Rahmen eins Fraktionszwangs
innerhalb einer grossen Koalition das Grundgesetz zur Debatte (oder zum
Ausverkauf) steht.
Das glaube ich nicht denn wer sich das Werk Grundgesetz zu Gemüte führt
wird feststellen das dieses ein absolut Hochinteligentes Werk ist. Zudem
wird man feststellen das an alle Eventualitäten gedacht wurde da kann
ich mir nicht vorstellen das an so etwas offensichtliches nicht gedacht
wurde. Schließlich konnten sich schon immer verschiedene Gruppierungen
zu einer Zweckgemeinschaft zusammen tun.
Ich glaube hier unterscheidet sich unser Glaube. ;-)
In einer Zeit in welcher gerade die Einheitsabstimmung mit Gewalt abgeschafft
wurde, hatte man sich, nach meiner Meinung, nicht vorstellen können das ein
demokratischer Politiker, welcher eigentlich nur gegenüber seinem eigenen
Gewissen verpflichtet/verantwortlich ist, sich 'wieder' von einem Gruppenzwang
(diesmal Fraktionszwang) beeinflussen lässt.
Das Eine ist genauso schlimm wie das Andere. Die einen schüren Ängste
mit einem nicht vorhandenen Terrorismuss und die Anderen schüren Ängste
mit einem Überwachungsstaat.
Wobei der Überwachungsstaat, zumindest für mich, wesentlich reeller ist.
Ein Überwachungsstaat hat schon in der DDR nur sehr schlecht
funktioniert und auch ein Herr Adolf war zum scheitern verurteilt.
Dennoch gab es beides und beides hat genug Leid verursacht als das man soetwas
nochmal Riskieren sollte.
Was sich manche Politiker wohl noch nicht vorstellen können ist eine ausufernde
Protestwahl. Rechts.- sowie Linksradikale werden sich mit Handkuss bedanken
alle Infrastrukturen vorzufinden um jegliche Demokratie im Keim zu ersticken.
Auch wenn ich eine gewisse Schadenfreude bei dem Gedanke das Schäuble und Co.
unter Ihren eigenen 'Vorschläge' und 'Entwürfe' leiden würden, möchte ich es
dennoch nicht erleben.
Und ja, viel Schwarzmalerei.
Ungefähr so viel wie in der Weimarer Republik.
Gruß,
Klaus
--
----------------------------------------------------------------------------
PUG - Penguin User Group Wiesbaden - http://www.pug.org