qwertfisch <[email protected]> writes: > Aber wie wichtig ist gute Lernbarkeit im Verhältnis zu guter äh Tippbarkeit? > Das eine benötigt man nur einmalig bzw. für eine überschaubare > Zeitperiode zu Beginn. Das andere hat anschließend ständige > Auswirkungen.
Das ist meiner Erfahrung nach eine falsche Vorstellung: du wirst auch nach 2 Jahren noch besser beim Tippen. Ich habe erst nach etwa 4-5 Jahren ein Plateau erreicht -- und das auch v.a., weil ich nicht mehr trainiert habe, schneller zu werden. Üblicherweise geht beim Trainieren die erreichte Leistung mit dem Logarithmus der Trainingszeit¹. Je leichter etwas zu lernen ist, desto höher ist also die Leistung die du mit dem gleichen Trainingsaufwand erreichst. ¹ https://www.draketo.de/english/you-can-become-great ⇒ https://www.nytimes.com/images/blogs/freakonomics/pdf/DeliberatePractice%28PsychologicalReview%29.pdf > Man kann aber Lernbarkeit dort hinpacken, wo sie keine Nachteile > entwickelt. Das ä unter dem a ist gut zum Lernen, und vielleicht ist > es sogar gut im Buchstabenlayout als ganzes. Jedoch sollte man das > nicht als Restriktion vorgeben (entsprechendes gilt für die > Copy/Paste-Tasten), wenn man dann Nachteile hat, oder zumindest nicht > alle Optionen in Betracht zieht. Beim automatischen Optimieren werden Tasten für minimale Verbesserungen verschoben. Keinen Nachteil in Kauf zu nehmen würde also bedeuten, dass du nie irgendwas festhalten darfst. Damit gibst du aber eine nicht algorithmisch abbildbare Qualität für minimale quantifizierbare Vorteile auf. Dass bone mehr als fünf Jahre vor Mine schon sehr nahe an dessen Qualität kam ist ein Hinweis darauf, dass gerade diese nicht algorithmisch quantifizierbaren Vorteile nicht zu unterschätzen sind. Die bessere Frage wäre also: wie große quantifizierbare Vorteile bist du bereit für nicht quantifizierbare in Kauf zu nehmen. Im Hintergrund steht die Frage, wo die Grenze der Abbildung der Realität im Optimierer liegt: was können wir als Code abbilden und was nicht? > tippen und gut zu lernen sein. Und hier tut sich eben der Punkt auf, > dass die tausend wichtigsten Bi- und Trigramme kaum noch durch > irgendwelche Merkregeln schneller zu lernen sind. Das ist eine Annahme, für die ich keinen Beleg kenne. Meine Erfahrung mit cry widerspricht da: der Hauptunterschied zwischen cry und mine ist Lernbarkeit, und die hat mir bei cry noch nach 5 Jahren Probleme gemacht. Ich gehe daher davon aus, dass unser Gehirn bigramme effizient abspeichert und einfache Regeln es dabei unterstützen. Ist aber auch nur meine persönliche Erfahrung und kein verallgemeinerter Beleg. Liebe Grüße, Arne -- Unpolitisch sein heißt politisch sein, ohne es zu merken. draketo.de
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