Hallo allerseits,

Pascal Hauck schrieb am 25.03.2009 09:32 Uhr:
Am Dienstag, 24. März 2009 15:12:05 schrieb Dennis Heidsiek:
(LaTeX:) W^{3\beta}_{\delta_1\rho_1\sigma_2}
(XeTeX:) W^{3β}_{δ_1ρ_1σ_2}
(Linear Format:) W^3β_δ₁ρ₁σ₂

Wobei letzteres nicht eindeutig ist, da es auch W³β_{…} lauten oder der Indizes 
von β sein könnten oder die Zeile ab δ nicht mehr Teil des Index ist, …

Doch, ist es. Wie in der verlinkten PDF beschrieben, ist die Idee ja grade »implizit sinnvolle« Klammern zu setzen, etwa so wie man daran gewöhnt ist, 3+3²×2 als 3+((3²)×2) (»Punkt vor Strichrechnung«) zu interpretieren:

A simple subscript operand consists of the string of one or more characters with the General Categories Lx (alphabetic) and Nd (decimal digits), as well as the invisible comma.

Beipielsweise gilt A^12 => A¹². Bei TeX hingegen gilt A^12 => A¹2 ≠ A¹² <= A^{12}.

Außerdem verstehe ich nicht, warum zwar ₁ und ₂ benutzt wird, nicht aber ³ und 
ᵝ.
Hier werden 3β und δ₁ρ₁σ₂ eben wie eben beschrieben als Einheit aufgefasst; solange nicht explizit »umgeklammert« wird, sind Unicode-Super/Sub-scripts also ^ und _ unterlegen bzw. genauer »nachrangig«.

Ganz durchdacht und konsequent ist es also auch nicht – wann immer der PC raten 
muss, was der Benutzer meinen könnte, führt es zu Problemen.
Da liegt ein Missverständnisse vor – die Regeln, wie ein gegebener Term zu interpretieren ist, /sind/ eindeutig, wenngleich auch etwas komplizierter als bei TeX (»^ wirkt immer nur auf das nächste Zeichen bzw. Klammer«).

Die Grundidee ist eben, dem Computer (und Nutzer) hier etwas kompliziertere Regeln vorzugeben, um in der Regel kürzeren und auch leichter lesbaren Quelltext zu erhalten.

Ob das gut oder schlecht ist, kann man sicherlich inbrünstig ausdiskutieren. TeX wurde ursprünglich für ASCII erschaffen und nicht für Unicode; deshalb finde ich solche Vorschläge interessant.


Grüße²,
Dennis-ſ

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