Aran schrieb:
> > Die durchschnittliche Vertretung von Frauen im Verein bedingt den
> > Durchschnitt in Gremien. Oder anders: Bei 2% Frauen im Verein wären fixe
> > 50% Frauen in Gremien ein Beispiel für Überrepräsentanz. Sorry.
>
> Wie ich Prauscher verstand meinte er das ein Verein wie der unsrige sich an
> der Präsenz in der Gesellschaft orientieren muss.
Warum? Woher die Notwendigkeit?
Wir sind ein politischer Verein. Ein politischer Verein setzt sich aus
Mitgliedern zusammen, die ein gemeinsames Ziel eint. Dies allein macht einen
Verein nicht repräsentativ zur Gesamtbevölkerung noch empfinde ich es als
Wunschvorstellung, dies per Quote zu erreichen.
Im Gegenteil: Wir versuchen unsere Wunschvorstellung in die Gesellschaft hinein
zu tragen; sie eben erst mehrheitsfähig zu machen.
Anders gesagt: Wenn wir es schaffen, unsere Positionen mittelfristig besser in
die Gesellschaft zu tragen, so behaupte ich, wird sich längerfristig auch das
Geschlechteranteil innerhalb der JuPis wandeln.
Ich empfinde es als unangebracht, unsere Mitglieder anhand von willkürlichen
Merkmalen in Gruppen einzuteilen, anschließend auf die Gesamtbevölkerung zu
schauen und dann die Vorgabe auszusprechen, dass eine (und erst einmal nur
eine) Gruppe dann innerhalb des Vorstands genau den gleichen Anteil wie in der
Gesamtbevölkerung erreichen müsste.
Ich habe kein Problem mit einen Vorstand der zu 100% aus "Frauen" oder 100% aus
"Männern" besteht. Denn wir sind alle JuPis und uns eint ein Menschenbild, dass
von absoluter Gleichberechtigung der Geschlechter ausgeht. Korrigiert mich,
wenn wir etwas Anders-Lautendes verabschiedet haben.
> Diese Ansicht teile ich. Wir sind nicht der Männersauna Club Wanne Eickel
> sondern eine politische Gruppierung. Wir tun politische Dinge.
Ja, wir kein Männersaunaclub sondern eine politische Gruppierung. Ich frage
mich ernsthaft, welches Mitglied nach einer solchen Klarstellung dachte:
"Verdammt, falscher Verein. Ich wollte doch unbedingt in einen Männersaunaclub.
Ich bin dann mal weg."
Wie aber aus der Tatsache, dass wir politische Dinge tun, eine Quote folgt,
erschließt sich mir nach wie vor nicht.
> Männer in Machtpositionen geben unterbewusst eher Männern verantwortungsvolle
> Posten weswegen es bei diesen Männer Kreisen bleibt die an der Macht bleiben.
> Das Problem ist einfach das Männer aktuell schon auf das Geschlecht schauen
> und dieses Manko versucht wird mittels Quote auszugleichen.
Wer sind diese "Männer", von denen du hier sprichst innerhalb der Jungen
Piraten? Woher weißt du, dass diese "Männer" innerhalb der JuPis aufs
Geschlecht schauen?
> die Quote soll nur ein Korrekturmittel gegen unterbewussten Sexismus sein.
Und ein erneuter Vorwurf des unterbewussten Sexismus innerhalb der JuPis.
Ich frage deswegen noch einmal:
Inwieweit werden Personen aufgrund ihres Geschlechts innerhalb der JuPis
bewusst oder unterbewusst diskriminiert? Inwieweit werden sie nicht deswegen
gewählt? Inwieweit werden sie deswegen nicht zur Kandidatur ermutigt?
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