Uwe Altmann schrieb:
> Hi community :-)
> 
> Nun denn: Traditionell wurde der Projektlead, wenn er denn gewählt wurde
> hier auf und über der Liste gewählt. D.h. wahlberechtigt waren alle
> eingetragenen Mitglieder der [email protected] - Mailingliste (was
> nach langen Diskussionen als die beste Operationalisierung für "das
> de-Projekt" betrachtet wurde).
> 

Wenn man einen oder mehrere Projektleads wählt, sollte man einmal über
deren Amtszeit nachdenken.

Bisher wurden Co-Leads im deutschsprachigen Projekt "auf Lebenszeit"
gewählt, nämlich ihre Amtszeit endete entweder durch Rücktritt oder
Abwahl, was wohl die gravierenste Form eines Misstrauensvotums
dargestellt hätte.

Diese Regelung ist nicht nur wenig demokratisch (ich einer Demokratie
werden Ämter auf Zeit verliehen) und entspricht eher einer Wahlmonarchie
(wo das höchste Amt auf Lebenszeit verliehen wird - aktuelles Beispiel:
Papst).

Diese bisherige Handhabung hat aber auch gravierende praktische Nachteile.

Daher schlage ich vor, die Amtszeit der Co-Leads auf vier Jahre zu
begrenzen und den Co-Lead jeweils in der Mitte der Wahlperiode des
anderen Co-Leads zu wählen. Wir müssten dann alle zwei Jahre einen
Co-Lead wählen.

Dies hätte den Vorteil, dass der Co-Lead, dessen Amtsperiode nicht
abläuft, die Wahl seines Kollegen leiten und diesen (sofern eine neue
Person gewählt wird) in die Aufgaben seines Amtes einführen kann.

Eine derartige Beschränkung der Amtszeit macht wahrscheinlich auch
Leuten Mut, sich zur Wahl zu stellen, die vor einer "lebenslangen"
Bindung (mit Scheidungsmöglichkeit) eher zurückschrecken. Sie haben von
vornherein zunächst eine begrenzte Amtszeit im Blick und können danach
ohne Weiteres auf eine erneute Kandidatur verzichten.

Möglicherweise sieht sich das eine oder andere Community-Mitglied auch
veranlasst, selbst über eine Kandidatur nachzudenken, was weniger
naheliegend ist, wenn es Co-Leads gibt, deren Amtszeitende nicht
absehbar ist. Auch das täte der Community sicherlich gut.

Es bliebe kein Co-Lead mehr im Amt, der dieses nur noch aus
Pflichtbewusstsein wahrnimmt, weil er keinen geeigneten Nachfolger
sieht. Dies tut nämlich weder dem Amtsinhaber noch der Community gut.

Die Legitimation der Amtsinhaber wäre besser, denn es macht nach
längerer Amtsdauer durchaus einen Unterschied, ob man (immer)
wiedergewählt oder bloß noch nicht abgewählt wurde.

Praktisch könnte man eine solche Regelung dadurch vorläufig einführen,
dass die Kandidaten und Gewählten von vornherein erklären, dass sie ihr
Amt nur vier bzw. zwei Jahre ausüben werden und dann eine Wahl
stattfinden wird (mit der Option einer erneuten Kandidatur).

Innerhalb der nächsten zwei Jahre kann dann die Community in einem
entsprechenden Prozess diese Regelung in ihr Regelwerk aufnehmen. Dabei
werden auch weitere Fragen zu klären, z.B. wie im Falle einer
vorzeitigen Beendigung des Amtes zu verfahren ist.

Bei einen "Neuanfang" sollte man auch einmal darüber nachdenken, ob auch
in dieser Frage eine Änderung der bisherigen Gewohnheiten angezeigt ist.

Gruß
Michael



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