Am 10.06.11 16:57, schrieb Thomas Mitzka:
Hi,
ich denke der Kern ist doch, dass die Apache Lizenz nicht mit der von OOo kompatibel ist. Ich habe Gestern mit ein paar der OOo-Architekten gesprochen und Sie sehen es eher als eine Sisyphus-Arbeit an, die Bibliotheken umzuschreiben, als ein einfach zu erreichendes Ziel. Ich persönlich halte mich hier mit auch noch zurück, denn die Folgen für eine Änderung der Lizenz sind nicht unerheblich.

BSP: Ein Entwickler kann Code schreiben und dem Produkt zuführen kein Problem. Eine Firma kann im Anschluss seinen Code nehmen, beliebig bei sich integrieren, ihn weiterentwickeln und muss nichts zurückgeben. Das ist ein Punkt an dem ich zu denken anfange, besonders wenn sich hier wieder ein großer Konzern in den Vordergrund schiebt, der zufällig einen "Fork" von OOo als eigens Produkt vertreibt.
Wenn wir daran sterben hätten wir auch unter LGPL keine überlebenschance gehabt. Glaubst du die Leute geben etwas zurück, nur weil es unter LGPL steht? Vergiss es, dann lässt man die Finger komplett von dem Produkt. Firmen die nicht bereit sind zu geben, werden sich auch nicht dazu zwingen lassen. Der einstieg von IBM ist für uns ein Glücksfall, denn ohne diese Firma wärs wohl wirklich aus gewesen. Das heisst aber nicht, dass wir uns nur auf IBM verlassen sollten. Ein Open Source Projekt ist nur dann stabil wenn es von verschiedenen Parteien getragen wird. Du hast es selbst mal erwähnt, unsere eigentliche Stärke ist die riesen User Base. Nur solange von da nichts oder kaum etwas kommt, nützt uns die nichts. Von Grossfirmen kam eigentlich jede Menge. Selbst das "böse" Oracle wird millionen in OOo verlocht haben.

Ich weiss nicht wieviele Millionen US$ von Firmen in richtung OOo geflossen sind, wenn man den Betrag allerdings mit dem der von Anwender kommt vergleichen würde, wäre der der Anwender schlicht und einfach lächerlich. Wer uns im Stich lässt sind unsere eigenen Benutzer (nicht alle aber einen Grossteil). Allerdings sind wir in dem Bereich auch selber Schuld, denn wir haben nie von der Endusern etwas gefordert.

Und so einfach ist das mit dem nichts zurückgeben auch nicht. Eine Firma die nichts zurückgibt, wird ganz schnell selbst Opfer, in dem sie nirgens mehr Rat bekommt. Klar gehts auch ohne, aber es ist halt oft viel umständlicher und Zeitraubender. Man lässt die Firma knallhart auflaufen. Das wird auch mit IBM passieren, wenn sie überborden.

Wir müssen jetzt halt schauen, dass wir ein gesundes Ecosystem zustande bringen. Das schliesst Enduser mit ein, aber eben nicht nur als Nutzer sondern auch als Geber.

Gruss Raphael


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