Hallo Georg,
hallo IMAFDI Gemeinde,
ich schreibe auch eine Diplomarbeit �ber Virtual Communities. Mein genauer Titel
lautet:
Electronic Commerce in Virtuellen Gemeinschaften. Die Virtuelle Gemeinschaft als
M�glichkeit zum Online-Marketing zur Unterst�tzung des Handels in elektronischen
Marktpl�tzen.
Seit kurzer Zeit bin ich Mitglied bei IMAFDI und verfolge mit Begeisterung Eure
Diskussionen.
Deine Mail, Georg, fand ich so klasse, da� ich hier ein paar Gedanken dazu
schreiben m�chte.
Georg Kipping wrote:
> Nicht ein Kapitel widmen sie der Frage, aus welchen Gr�nden sich
> Menschen in virtuellen Gemeinschaften organisieren.
Das stimmt, allerdings meine ich, da� man doch gerechterweise erw�hnen sollte, da�
Hagel/Armstrong schon in den ersten Zeilen ihrer Einleitung auf "The Well" als
einer der zwei wichtigen Anst��e f�r ihr Buch verweisen. "The Well" wird ausgiebig
in Rheingolds Buch (1993) "Virtuelle Gemeinschaften" diskutiert. Er gibt auch
Gr�nde an, warum seiner Meinung nach sich Menschen in virtuellen Gemeinschaften
organisieren. Dieses Buch ist Meiner Meinung nach ein "Mu�" f�r jeden, der sich
mit VC auseinandersetzt, allein schon deshalb, weil es die Euphorie f�r das
Internet am Anfang der 90er Jahre wiederspiegelt. So sieht Rheingold z.B. die VC
als eine "elektronische Agora", die in der virtuellen Welt einen �ffentlichen Raum
schafft (in der realen Welt wird der �ffentliche Raum zunehmend kleiner), in dem
jeder seine Meinung sagen darf. Wie weit dieses nat�rlich in kommerziellen VC der
Fall ist, bleibt zu pr�fen.
> Hier bem�chtigt sich eine so verstandene VC des geistigen Eigentums
> Dritter, um daraus Profit zu erzielen. Ich glaube nicht, dass dies eine
> gute Grundlage f�r eine Gemeinschaft w�re.
Ich denke, da� ist nicht ganz so. Hagel und Armstrong sprechen von einem
grundlegend neuem Gesch�ftsmodell, das einen �umgekehrten Markt� schafft, auf dem
die Macht von dem Waren- und Dienstleistungsanbietern auf die K�ufer verlagert
wird. Durch die Eigenschaft der vollkommenen Markttransparenz - zu jedem
beliebigen Zeitpunkt verf�gen K�ufer �ber Informationen �ber alle Anbieter, deren
Preise und Leistungen - hat der K�ufer / das Mitglied der Gemeinschaft viel Macht
Anbietern gegen�ber. Das hei�t, der Profit ist auch auf der Seite der "Dritten".
Einen Punkt habe ich noch! Bei der Suche nach dem Verst�ndnis, was Vitual
Communities eigentlich sind, habe ich mir die Frage gestellt: Was sind eigentlich
Communities in der realen Welt. Was macht sie aus? Bei der Untersuchung dieser
Frage, bin ich zu dem Ergebnis gekommen, da� Communities im Englischen bzw USA
etwas anderes bedeuten als Gemeinschaft im Deutschen. Hat sich dar�ber schon
jemand mal Gedanken gemacht, oder auch eventuell versucht reale Gemeinschafen
virtual Communities gegen�ber zu stellen oder Gemeinsamkeiten und Differenzen
herauszustellen?
Gru�
Elke
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