On Thu, Dec 19, 2002 at 10:34:30AM +0100, Christian Schild wrote:
> Am Mittwoch, 18. Dezember 2002 22:34 schrieb Mark Doll:
> > W�re es nicht sinnvoller statt eines /112er eine dedizierte Host-Route 
> > auf das Gegen�ber plus eine /112er Unreachable-Route zu setzen?
> 
> Wir haben uns entschlossen fuer jeden unserer Kunden ein /112-Subnetz
> zu definieren und zu reservieren. Wir haben dies zur Vereinheitlichung 
> fuer jeden Kunden gemacht, _manchmal_ benoetigt man das zwingend (IBGP).
> Ausserdem habe wir die /48-Routen bei uns auf diese Interfaceadresse und 
> nicht auf das Tunnelinterface gelegt. Dies ist ebenfalls zur 
> Vereinheitlichung, bei nativen PtP-Verbindungen ist dies notwendig. 
> Weiterer Vorteil ist, das der Kunde 'gezwungen' ist, die von uns gewuenschte 
> Adresse auf das Verbindungsinterface zu legen, und wir so zuverlaessig und 
> einheitlich die Verbindung ueberwachen koennen.
> 
> > Als Beispiel unter Linux hier unser 6WiN-Uplink:
> > 
> > Anstatt also wie bisher
> > 
> > ip tunnel add 6win mode sit remote 193.174.75.249 local 141.3.70.6 ttl 64
> > ip link set 6win up
> > ip addr add 2001:638:0:300::204:2/112 dev 6win
> > [...]
> > 
> > zu setzen, nicht lieber so:
> > 
> > ip tunnel add 6win mode sit remote 193.174.75.249 local 141.3.70.6 ttl 64
> > ip link set 6win up
> > ip addr add 2001:638:0:300::204:2 dev 6win
> > ip route add 2001:638:0:300::204:1 dev 6win
> > ip route add unreachable 2001:638:0:300::204:0/112

Das produziert gegen�ber von Einzel-IPs nur weitere Routingeintr�ge,
die bei Einzel-IPs gar nciht erst n�tig gewesen w�ren.

> Der entscheidende Punkt hier ist, das es sich um ein Tunnel-Interface 
> handelt. Bei einer nativen Verbindung waere dies so nicht moeglich. 

Nein - das Entscheidende ist, da� es sich um ein PtP Interface handelt.
Ob das jetzt �ber eine Seriele oder einen Tunnel geht ist ein anderer
Layer.
Bei einer Broadcastverbindung ist das was anderes, da kann es mehr als
2 Endstellen geben und zudem ist das mit den ungenutzten IPs auch kein
so gro�es Problem.

> Von unserer Seite aus behandeln wir aber alle Kundenverbindungen gleich, 
> also wie eine native Verbindung. 
> 
> Tatsaechlich koennte man das so auf einem Tunnelinterface machen. Generell 
> besteht bei einem Tunnel keine Notwendigkeit fuer die /112 Route (von 
> Kundenseite aus). Ich hab mich neulich schon mal mit jemandem darueber 
> gestritten, auch bei BSD ginge das aehnlich, dort kann man offenbar 'ueber' 
> den V4-Tunnel einfach einen V6-Tunnel (mit den beiden /128-Adressen, die 
> dann auch Routingeintrage bekommen) legen.

Sorry, wenn das als �streiten� aufkam - ich wollte es nur verstehen.

Nein - ich vergeben einfach nur dem Tunnel IP-Addressen.
Das ist jetzt der aktuelle Tunnel zum JOIN:
[59]srv1.cosmo-project.de# ifconfig gif1
gif1: flags=8051<UP,POINTOPOINT,RUNNING,MULTICAST> mtu 1280
        tunnel inet 213.83.6.106 --> 128.176.191.82
        inet6 fe80::2d0:b7ff:fe0a:b170%gif1 prefixlen 64 scopeid 0x4 
        inet6 3ffe:401:1::8d0:2 prefixlen 112 

Diese hingegen der Tunnel zu einer anderen Endstelle:
[62]srv1.cosmo-project.de# ifconfig gif3
gif3: flags=8051<UP,POINTOPOINT,RUNNING,MULTICAST> mtu 1280
        tunnel inet 213.83.6.106 --> 194.77.111.182
        inet6 fe80::2d0:b7ff:fe0a:b170%gif3 prefixlen 64 scopeid 0x6 
        inet6 3ffe:400:8d0:101::4 --> 3ffe:400:8d0:200::1 prefixlen 128 

Der einzige Unterschied ist, das jetzt beim JOIN Tunnel ein Netz
draufliegt und bei dem anderen zwei Einzel-IPs.
Das hat uberhaupt nichts mit verschachtelten Tunneln zu tun.
Routingtechnisch gibt es f�r die benutzten IPs keinen Unterschied:
[71]srv1.cosmo-project.de# route get -inet6 3ffe:401:1::8d0:1
   route to: 3ffe:401:1::8d0:1
destination: 3ffe:401:1::8d0:1
  interface: gif1
      flags: <UP,HOST,DONE,LLINFO,WASCLONED>
 recvpipe  sendpipe  ssthresh  rtt,msec    rttvar  hopcount      mtu     expire
       0         0         0         0         0         0      1280         0 
[72]srv1.cosmo-project.de# route get -inet6 3ffe:400:8d0:200::1
   route to: 3ffe:400:8d0:200::1
destination: 3ffe:400:8d0:200::1
  interface: gif3
      flags: <UP,HOST,DONE>
 recvpipe  sendpipe  ssthresh  rtt,msec    rttvar  hopcount      mtu     expire
       0         0         0         0         0         0      1280         0 
Der Unterschied ist hier nur, da� die Route zur JOIN Gegenstelle erst
von der /112 Netzroute abgeleitet wurde - deshalb die anderen Flags.

Auch die lokalen sind bekannt:
[73]srv1.cosmo-project.de# route get -inet6 3ffe:401:1::8d0:2
   route to: 3ffe:401:1::8d0:2
destination: 3ffe:401:1::8d0:2
  interface: lo0
      flags: <UP,HOST,DONE,LLINFO,LOCAL>
 recvpipe  sendpipe  ssthresh  rtt,msec    rttvar  hopcount      mtu     expire
       0         0         0         0         0         0      1280         0 
[74]srv1.cosmo-project.de# route get -inet6 3ffe:400:8d0:101::4 
   route to: gif-2pk.cosmo-project.de
destination: gif-2pk.cosmo-project.de
  interface: lo0
      flags: <UP,HOST,DONE,LLINFO,LOCAL>
 recvpipe  sendpipe  ssthresh  rtt,msec    rttvar  hopcount      mtu     expire
       0         0         0         0         0         0      1280         0 

Es gibt einige Vorteile von Einzel-IPs:
Zum einen habe ich die M�glichkeit an jedem Standort nur lokale IPs
zu vergeben, was Vorteile bei Ausf�llen hat, da man das Reversemapping
mit gr��erer Wahrscheinlichkeit noch aufl�sen kann.
Zum anderen gibt es keine IPs f�r die sich keiner Zust�ndig f�hlt und
damit Ping Pong spielen k�nnen.
Mehr als zwei IPs k�nnen ja auch im Normalfall auf eine PtP Interface
nicht sinnvoll benutzt werden.

Die Vorteile von einem Netz sind mir leider immer noch nicht klar.
Bis auf den Verdacht, da� Ihr wohl mit kaputen PtP Implementierungen
zu k�mpfen habt, die mit Einzel IPs nicht zurecht kommen.

-- 
B.Walter              COSMO-Project         http://www.cosmo-project.de
[EMAIL PROTECTED]         Usergroup           [EMAIL PROTECTED]

_______________________________________________
ipv6 mailing list
[EMAIL PROTECTED]
http://listserv.uni-muenster.de/mailman/listinfo/ipv6

Antwort per Email an