> ganz so einfach ist das nicht:-)
>
> Also, wenn ich diese Kombination aus Linux/BSD-Rechner und
> 802.1q-Switch so aufbaue, wie ich das beschrieben habe, dann muss ich
> auf dem Switch genau einmal die Ports den einzelnen VLANs zuordnen.
> Danach fasse ich den Switch nicht mehr an.
>
> Auf dem Router muss ich genau einmal das Trunk-Interface festlegen und
> die VLAN-Interfaces einrichten.  Danach fasse ich auch die nicht mehr
> an.  Was dabei herauskommt ist nach außen letztlich ein Router mit
> richtig vielen Ethernet-Interfaces.
Klar, das mag alles sein, aber i.d.R. hast Du in den meisten Fällen, dass 
Wohnheime zum Studentenwerk gehören und die Hardware, die im StuWe verwendet 
wird, administrativ disjunkt zu dem ist, was wir im Campus warten. Mit "hat 
nix mit der Praxis zu tun" meinte ich auch nicht, dass es technisch und 
administrativ nicht möglich ist, aber es ist speziell in unserem Szenario 
nicht sinnvoll und ein nicht vertretbarer Aufwand. Die Security wird in den 
Wohnheimen über MAC-basierte Port-Security auf den dortigen (IPv6-fähigen!) 
L3-Switches gehandhabt, was in unserem Szenario völlig ausreicht. Sobald es 
DHCPv6 als wirklich produktiv nutzbare Software gibt, haben wir auch kein 
Problem mehr, da wir dann über leicht wartbare ACLs etc. schon ausreichende 
Sicherheit haben. Noch schöner wird's wenn es das IPv4-DHCP-Snooping dann 
noch für v6 gibt.

Lass es mich anders formulieren: wir haben leider nur 2,5 Leute, die sich hier 
in die Tiefe mit dem Netz der kompletten TU beschäftigen können, wir sind 
froh, dass es vernünftig läuft und wir es weiter entwickeln können, wir IPv6 
produktiv im Backbone und in den Diensten haben und sowas wie eduroam am 
Start haben. Wir würden es zeitlich einfach nicht schaffen, 
eine "1-VLAN-pro-Person"-Lösung zu basteln, dafür war der Leidensdruck bisher 
nicht groß genug, andere Projekte dafür zu vernachlässigen. :-)

Letztendlich bin ich eigentlich froh, dass wir den Wohnheimen hier die 
Freiheit lassen können, IPv6 ohne große Einschränkungen zu benutzen. Wenn 
alles schief geht, dann haben wir noch unsere Flow-Analysen mit Netflow v9 
(IPv6-fähig) und die Hilfe der Heimadmins, die extrem fit sind. So finden wir 
auch Abuse-Fälle i.d.R. Regel sehr fix, auch unter v6.

Christian
-- 
TU Clausthal                            [EMAIL PROTECTED]
Rechenzentrum                       http://www.rz.tu-clausthal.de
Erzstraße 51                               Tel.: +49-5323-72-2086
D-38678 Clausthal-Zellerfeld               Fax:  +49-5323-72-3536
_______________________________________________
ipv6 mailing list
[email protected]
http://listserv.uni-muenster.de/mailman/listinfo/ipv6

Antwort per Email an