Am Montag, 19. Februar 2007 10:18 schrieb Matthias Waehlisch:
> Hi,
>
> On Mon, 19 Feb 2007, Benedikt Stockebrand wrote:
> > > [IPv6 im Studentenwohnheim]
> > >
> > > "Jedem Student sein eigenes VLAN, und Ruhe is'" *duck*
>
>   hm, bei grossen Wohnheimen ist das aber nicht mehr kanonisch machbar.
> Der Standard sieht max. 4096 VLAN-IDs vor, von denen zwei vorbelegt sind.
> Einige Hersteller lassen sogar weniger zu. Entsprechend muesste man das
> Routing splitten ...

Das endet praktisch in einem Nerverzusammenbruch des Netzwerkadmins.


>
> > Ich habe vor einer Weile mal in einem ähnlichen Zusammenhang mit einem
> > eher billigen aber immerhin 802.1q-fähigen Switch und einem
> > Linux-Rechner mit der VLAN-Konfiguration rumgespielt.  Keine Ahnung,
> > wie weit das auch über Laborbedingungen hinaus skaliert, aber
> > grundsätzlich kann man damit viele Kleinst-Subnetze bauen.  Es wird
> > nur unter Linux mit den vielen VLANs irgendwann etwas
> > unübersichtlich.
>
>   Inwieweit das mit Linux zusammenhaengt, ist mir unklar: Auf der Ebene
> des Betriebssystems muss man eigentlich nichts machen, da die Endgeraete
> keinen Q-Trunk bedienen. VLAN-Multiplexing benoetigt man eigentlich nicht.
>

Kommt darauf, wer das VLAN terminiert.  Linux und VLAN funktioniert recht gut, 
habe das vor längerer Zeit mal noch mit  ipv4 darüber ausprobiert, aber 
besser ist wohl wenn es der Switch tut. (ist für den Anwender bzw. sein 
Notebook/PC  und die anderen Admins transparent)

Außer mit der Variante "Nervenzusammenbruch" ist das Problem mit der 
eindeutigen Identifizierung von tragbaren Rechner aus meiner Sicht nicht 
zufriedenstellend gelöst.

In den Wohnheimen sind heute schon einige Studenten überfordert 
festzugewiesene IPv4 einzutragen und in anderen Netzen (z.B. DHCP) wieder zu 
ändern.

Wenn wir denen auch noch ein netshell-skript aufdrängen, mit der Begründung 
die vom RFC ausgehende Privatheit ist nicht akzeptabel, ist das Chaos 
perfekt.

Danke Bill!


Mit freundlichen Grüßen

-- 
Thomas Schäfer (Systemverwaltung)
Ludwig-Maximilians-Universität
Centrum für Informations- und Sprachverarbeitung
Oettingenstr. 67 80538 München ☎ +49/89/2180-9706  ℻ +49/89/2180-9701
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